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SUMMARY:Der vernetzte Bürger
DESCRIPTION:Das Aufkommen des Internets war von großen Hoffnungen für eine 
 bessere Partizipation von Bürgern an demokratischen Prozessen begleitet. Di
 e Möglichkeiten des offenen Informationsaustauschs, des nicht-privilegierte
 n Zugangs zu Informationen, der unkomplizierten Kommunikation und Vernetzun
 g wurden als große Chancen für eine aufgeklärte Meinungsbildung und eine ve
 rstärkte Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen angesehen.\n\nInzwi
 schen sind die digitalen Technologien in ihrer Entwicklung weit über das hi
 nausgegangen, was man sich in den Anfangszeiten des Internet vor nur 20 Jah
 ren hätte vorstellen können. Die digitale Vernetzung der Menschen und inzwi
 schen zunehmend auch der sie umgebenden Objekte reicht in nahezu alle Leben
 sbereiche und ist fast ununterbrochen präsent. Das prägt die Menschen in ih
 rem alltäglichen Verhalten und bringt neue Formen der Kommunikation mit sic
 h. Zu den Folgen dieser „digitalen Revolution“ zählt dabei jedoch auch eine
  zunehmende Transparenz des Verhaltens jedes Einzelnen. Denn jede Form der 
 Interaktion über digitale Medien ist prinzipiell speicherbar, nachvollziehb
 ar und auswertbar. So stellen Internet, soziale Netzwerke und digital verne
 tzte Endgeräte nicht nur einen unüberschaubaren Fundus an Informationen, Se
 rvices und Kommunikationswegen für den Nutzer bereit, sondern bieten zuglei
 ch auch die Möglichkeit, eine enorme Menge an Daten über jeden, der mit ihn
 en in Berührung kommt, zu sammeln, zu speichern und auszuwerten.\n\nMit der
  Verfügungsgewalt über diese Daten, die zumeist bei privaten Wirtschaftsunt
 ernehmen liegt, geht eine große Verantwortung und eine große Macht einher, 
 da die Unternehmen die Informationen, die sie über ihre Nutzer generieren, 
 direkt wieder in ihre Dienstleistungen einfließen lassen können. Über die B
 ereitstellung spezifischer Informationen, die an die Interessen eines Nutze
 rs angepasst sind (wie zum Beispiel  personalisierte Nachrichten), lässt si
 ch nicht nur dessen Verhalten, sondern auch seine Meinungsbildung beeinflus
 sen. Können über solche Entwicklungen auch politische Prozesse gesteuert we
 rden? Wie begegnen Staaten den neu entstandenen Machtstrukturen? Welche Fol
 gen hat die Digitalisierung für unsere Demokratie?\n\nDie Veranstaltung fin
 det im Rahmen der Vortragsreihe „Leopoldina-Lectures in Herrenhausen“ statt
 , die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Volkswag
 enStiftung gemeinsam organisieren.\n\nKontakt\n\nYvonne BorchertAssistentin
  des AkademiepräsidentenE-Mail: yvonne.borchert@leopoldina.orgTel.: 030 / 2
 03 89 97-416
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