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SUMMARY:Design in der chemischen Synthese – eine Fiktion?
DESCRIPTION:Die großen Erfolge in der zielgerichteten chemischen Synthese h
 aben den Eingang klangvoller Begriffe wie "Maßschneidern" oder "Synthesestr
 ategie" in die einschlägige Literatur provoziert. In neuerer Zeit wird zune
 hmend in Aufmerksamkeit und Anerkennung heischender Weise von einem "Design
 " neuer chemischer Verbindungen und sogar ihrer Eigenschaften geschrieben. 
 Jede Art von "Design" setzt jedoch einen Gestaltungsfreiraum voraus, den es
  in der mikroskopischen Welt der Chemie nicht gibt. Martin Jansen wird – au
 sgehend von dem Konzept für die Syntheseplanung in der Festkörperchemie, de
 m die Projektion aller bekannten und aller noch nicht hergestellten, aber e
 xistenzfähigen chemischen Verbindungen auf einer Energielandschaft zu Grund
 e liegt – aufzeigen, dass Zusammensetzung, Struktur und Eigenschaftsspektru
 m einer Verbindung naturgesetzlich festgelegt sind. Der Chemiker ist also n
 icht der Schöpfer (oder Designer) neuer Verbindungen, sondern (nur) der Ent
 decker.Martin Jansen: Studium der Chemie an der Justus-Liebig-Universität G
 ießen (1966-1970), Promotion (1973), Habilitation (1978). Professor für Ano
 rganische Chemie an der Universität Hannover (1981-1987), Professor und Ins
 titutsdirektor an der Universität Bonn (1987-1997). Seit 1998 Mitglied des 
 wissenschaftlichen Rates und Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörper
 forschung in Stuttgart. Verschiedene Auszeichnungen, z.B. Preis der Justus-
 Liebig-Universität (1978), Otto-Bayer-Preis (1987), Leibniz-Preis der Deuts
 chen Forschungsgemeinschaft (1989). Korrespondierendes Mitglied der Nordrhe
 in-Westfälischen Akademie der Wissenschaften (seit 1998), Mitglied der Acad
 emia Europaea (seit 2000) und verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaft
 en. Gutachtertätigkeiten für die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Zahlreich
 e Herausgebertätigkeiten u.a. für das Journal of Solid State Chemistry und 
 die Zeitschrift für Anorganische und Allgemeine Chemie.Forschungsschwerpunk
 t: Festkörperchemie.Seit 2000 ist Martin Jansen Mitglied der Deutschen Akad
 emie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Chemie).Kontaktadresse: Prof. Dr
 . Martin Jansen, Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Postfach 80 0
 665, 70506 Stuttgart
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