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SUMMARY:Die Leishmaniose, eine in Deutschland zu wenig bekannte Erkrankung
DESCRIPTION:Monatssitzung der LeopoldinaVortragsgebäude der AkademieEmil-Ab
 derhalden-Str. 36, 06108 Halle (Saale)Leishmaniosen sind parasitäre Infekti
 onen, die durch Stechmücken übertragen werden. Die verursachenden, obligat 
 intrazellulären Protozoen gehören zur Gattung der Leishmania. Leishmaniosen
  kommen weltweit vor – in Deutschland allerdings nur als seltene, importier
 te, nicht meldepflichtige Erkrankungen. Sie variieren in ihrem klinischen V
 erlauf in Abhängigkeit von Parasiten-Spezies, von Wirtsfaktoren, der Wirtsi
 mmunantwort und der endemischen Region ihres Auftretens. Leishmaniosen könn
 en entweder subklinisch (inapparent), lokal (Haut-Läsion) oder disseminiert
  (multiple Haut-, Schleimhaut- oder viszerale Läsionen) verlaufen. Trotz T-
 Zell-abhängiger Immunreaktionen, welche asymptomatische oder selbstheilende
  Verläufe zur Folge haben, oder erfolgreicher Therapie besteht die intrazel
 luläre Infektion wahrscheinlich lebenslang, da die Zielzellen der Leishmani
 en (u. a. Gewebsmakrophagen) diesen erlauben zu persistieren. Im Vortrag wi
 rd besonders auf die Pathogenese, die Wirtsimmunabwehr und die Erregerpersi
 stenz eingegangen.Martin Röllinghoff: Studium der Humanmedizin an der Unive
 rsität Freiburg, der Universität Wien und der Universität Tübingen (1961–19
 67), Promotion an der Universität Tübingen (1967), Habilitation an der Univ
 ersität Mainz (1975). Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologi
 e (1979), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Mikro
 biologie an der Universität Mainz (1973–1983). 1983–2007 Inhaber des Lehrst
 uhls für Klinische Mikrobiologie. Verschiedene Preise und Auszeichnungen u.
  a. Boehringer-Ingelheim-Preis (1980), Bundesverdienstkreuz (2007). Mitglie
 d des Beirates des Zentrums für Infektiologie in Würzburg (1992–2000), Mitg
 lied der Ständigen Impfkommission am Robert Koch Institut Berlin (seit 1999
 ), Mitglied von Senat und Hauptausschuss der DFG (2000–2005), Mitglied des 
 Hochschulrates der Universität Mainz (seit 2003), des Universitätsrates Sch
 leswig-Holstein (seit 2006) und der European Science Foundation in Straßbur
 g. Gutachter u. a. für DFG, BMFT, GSF München. Mitherausgeber der Zeitschri
 ften „Eur. J. of Immunology“, „Immunobiology“, „Immunology Letters“, „Inter
 nat. Arch. of Allergy and Immunology“Forschungsschwerpunkte: Infektionsimmu
 nologie am Modell der murinen Leishmaniasis und der murinen YersinioseSeit 
 2001 ist Martin Röllinghoff Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforsch
 er Leopoldina (Sektion Mikrobiologie und Immunologie).Kontaktadresse: Prof.
  Dr. Martin Röllinghoff, Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie 
 und Hygiene, Universität Erlangen, Wasserturmstr. 3/5, 91054 Erlangen
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