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SUMMARY:Disputationsreihe "Wissenschaft verändert" (Gesamtüberblick)
DESCRIPTION:Aus Anlass der 1200-Jahrfeier der Stadt Halle richten die Marti
 n-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Deutsche Akademie der Naturfo
 rscher Leopoldina gemeinsam eine öffentliche Disputationsreihe aus. Unter d
 em Motto „Wissenschaft verändert – im Pro und Contra“ werden in insgesamt s
 echs Veranstaltungen jeweils zwei Wissenschaftler oder Wissenschaftlerinnen
  brisante Themen aus Grenzbereichen zwischen Wissenschaft, Politik und Ethi
 k vorstellen und kontrovers diskutieren. Den Auftakt bildet am Sonntag, 29.
  Januar 2006 um 14.00 Uhr, im Stadthaus zu Halle die Disputation zwischen d
 em Hirnforscher Professor Dr. Wolf Singer, Frankfurt/Main, und dem Philosop
 hen Professor Dr. Thomas Metzinger, Mainz. Eröffnet wird die Reihe durch de
 n Schirmherrn, Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister des Landes
  Sachsen-Anhalt.Das Thema „Hirnforschung und Gedankenfreiheit“ war lange Ze
 it nur ein Thema für Spezialisten. Doch in den letzten Jahren beschäftigt d
 ieses Thema zunehmend die interessierte Öffentlichkeit und sorgt dort zum T
 eil für Beunruhigung. Neurobiologen scheinen auf dem besten Wege zu sein, i
 n unserem Gehirn zu lesen, was wir denken, fühlen und wollen. Dabei stellen
  sich immer wieder Fragen wie: Kann der freie Wille kontrolliert werden? Is
 t unser Wille weiter nichts als eine Selbsttäuschung? Lassen sich unsere ko
 gnitiven und emotionalen Fähigkeiten auf bloße Nerventätigkeit reduzieren? 
 Für die Disputation dieser Fragen konnten zwei herausragende Wissenschaftle
 r gewonnen werden, der Neurophysiologe Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-
 Institut für Hirnforschung, Frankfurt/Main und der Philosoph Thomas Metzing
 er, Philosophisches Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Moder
 iert wird die Disputation von Professor Dr. Josef Lukas, Halle.Olbertz begr
 üßte die Disputationsreihe mit den Worten: „Es gehört zur Verantwortung jed
 er, zumal jeder öffentlich finanzierten, Wissenschaft, ihre Erkenntnisse ei
 ner möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich und begreiflich zu machen. 
 Dies gilt ganz besonders für Themenbereiche, die Fachgrenzen sprengen und n
 ur interdisziplinär bearbeitet werden können. Ziel der Disputationsreihe is
 t deshalb die praktische Demonstration eines fachübergreifenden Diskurses z
 u ausgewählten Themen auf medizinisch, wirtschaftspolitisch und kulturwisse
 nschaftlich relevanten Gebieten. Die beiden renommierten wissenschaftlichen
  Einrichtungen der Stadt, die Universität und die Leopoldina, knüpfen mit d
 er Disputationsreihe an die Tradition der Aufklärung an, aus der sie selbst
  hervorgegangen sind. Ich begrüße diese Initiative im Rahmen des Stadtjubil
 äums sehr und habe gern die Schirmherrschaft über die Veranstaltungsreihe ü
 bernommen.“
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