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SUMMARY:Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften in der genomischen Ära
DESCRIPTION:Auf der Grundlage der Sequenzierung des menschlichen Genoms ers
 chließen die Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften unter dem Begriff „
 Nutrigenomics“ die „genomische Ära“ des Wechselspiels von Genom und Ernähru
 ngsumwelt. Nutrigenomics versucht die Definition jener molekularen Prozesse
 , über die Ernährungsfaktoren und Lebensstil die Gen- und Proteinfunktionen
  und in der Folge das Stoffwechselgeschehen auf der Basis des „genetischen 
 make-up“ eines Individuums bestimmen. Neben der Identifizierung der genetis
 chen Varianz und den Suszeptibilitätsgenen für ernährungsmitbedingte Erkran
 kungen wie Adipositas, Diabetes Typ II und kardiovaskuläre Erkrankungen nut
 zt man vor allem die Profilierungstechniken der modernen Biowissenschaften 
 und Systembiologie zur umfassenden Beschreibung der Wechselwirkungen von Ge
 nom und Ernährungsumwelt. In der industriellen Forschung dienen die Methode
 n u. a. der Identifizierung von Wirkmechanismen bestimmter Lebensmittelinha
 ltsstoffe und für den Nachweis besonderer Eigenschaften von Produkten bei d
 er Entwicklung von Functional Food. Kommerzielle Anwendungen der Genotypisi
 erung in Verbindung mit der Erfassung von Ernährungsgewohnheiten dienen der
  individualisierten Ernährungsberatung und führen als Vision in die „person
 alisierte Ernährung“. Im Vortrag werden Beispiele gegenwärtiger akademische
 r wie industrieller Forschungsanstrengungen der Nutrigenomics dargestellt u
 nd Zukunftsszenarien entwickelt.Hannelore Daniel: Studium der Ernährungswis
 senschaften an der Universität Gießen (1972-1977), Promotion (1982) und Hab
 ilitation (1989) ebendort. Forschungsaufenthalte an der University of Glasg
 ow, Schottland (1983), und an der University of Pittsburgh, USA (1990-1992)
 , ordentliche Professorin für Biochemie der Ernährung an der Universität Gi
 eßen (1992-1998), seit 1998 Ordinaria für Ernährungsphysiologie an der Tech
 nischen Universität München und Direktorin des Zentralinstituts für Ernähru
 ngs- und Lebensmittelforschung der TU. Verschiedene Preise und Auszeichnung
 en u. a. Henneberg-Lehmann-Preis der Universität Göttingen (1997), Auszeich
 nung „Pro meritis scientiae et litterarum“ des Bayrischen Staatsministers f
 ür Wissenschaft, Forschung und Kunst (2003). Mitglied u. a. des Präsidiums 
 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) seit 1992 , des Aufsichtsrat
 es des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung Braunschweig (seit 2003) 
 , Mitglied der DFG-Senatskommission zur Beurteilung der Unbedenklichkeit vo
 n Lebensmitteln (1992-2006), Fachkollegiatin der DFG im Fach Ernährungswiss
 enschaften (seit 2004), Mitglied des Gutachterkomitees der Kgl. Niederländi
 schen Akademie für Wissenschaft und Kunst für den Bereich „Food, Health and
  Biotechnology“. Mitherausgeberin der Zeitschriften „European Journal of Nu
 trition“ und „European Journal of Physiology“ (Pflügers Archiv).Forschungss
 chwerpunkte: Transportproteine der Zellmembran für Nährstoffe, Nährstoffwir
 kungen auf die Genexpression, biofunktionale Wirkungen sekundärer Pflanzeni
 nhaltsstoffe, NutrigenomicsSeit 2003 ist Hannelore Daniel Mitglied der Deut
 schen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Physiologie und Pharma
 kologie/Toxikologie).Kontaktadresse: Prof. Dr. Hannelore Daniel, TU München
 , Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie, Hochfeldweg 2, 85350 Freising-Weihen
 stephan
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