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UID:1171-96@www.leopoldina.org
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SUMMARY:Fishbowl-Diskussion „Was darf die Wissenschaft? Forschung zwischen 
 Freiheit und Verantwortung”
DESCRIPTION:Nachhaltige Entwicklung ist nicht nur ein Thema der angewandten
  Forschung, sondern es betrifft auch die gesellschaftliche Akzeptanz und di
 e politische Bedeutung der Wissenschaft insgesamt. Denn Wissenschaft und Fo
 rschung haben immer auch eine die fachliche Ebene überschreitende Dimension
 : Dürfen Wissenschaftler etwa ein Vogelgrippe-Virus im Labor so verändern, 
 dass es eine Bedrohung für den Menschen darstellt? Müssen sie ihre Forschun
 gsergebnisse geheim halten, um Bioterrorismus keinen Vorschub zu leisten, o
 der gebietet die Freiheit der Wissenschaft ebenso wie die Verantwortung geg
 enüber der Gesellschaft auch in einem solchen Fall die Veröffentlichung? Dü
 rfen Regierungen die Veröffentlichung wegen möglicher Gefahren verbieten, o
 der verletzen sie damit das Grundrecht auf Zensurfreiheit, das für die Wiss
 enschaft besonders wichtig ist? Diese Fragen sorgten zur Jahreswende 2011/1
 2 für weltweites Aufsehen in den Medien.Ein anderes Beispiel für Chancen un
 d Risiken der Wissenschaftsfreiheit ist die „Grüne Gentechnik“, die auch im
  Bundesland Sachsen-Anhalt seit einigen Jahren kontrovers diskutiert wird. 
 Dürfen Forscher, sei es mit dem Ziel nachhaltig verlässlicher Ernährung der
  wachsenden Weltbevölkerung, sei es im Sinne der Grundlagenforschung, Organ
 ismen genetisch manipulieren und Versuchsfelder anlegen, oder ist dies ein 
 unzulässiger und potentiell gefährlicher Eingriff in die Abläufe der Evolut
 ion?Im Grundgesetz (Art. 5 Abs. 3) ist die Freiheit der Wissenschaft als bü
 rgerliches Grundrecht verbrieft. Zugleich sehen Forschungsorganisationen se
 lbst die Problematik dieser Freiheit, etwa im „Dual Use-Codex“ der Deutsche
 n Forschungsgemeinschaft zur Abwägung der Wissenschaftsfreiheit gegenüber d
 en Risiken von Forschungsergebnissen, die zur Herstellung von Waffen missbr
 aucht werden können. Braucht die Wissenschaft für diese Balance zwischen Fr
 eiheit und Verantwortung einen Rahmen aus ethischen Standards, der mit unte
 rschiedlichen gesellschaftlichen und religiösen Überzeugungen abgeglichen u
 nd immer wieder überprüft werden muss? Wie soll ein solcher Rahmen aussehen
 , und wer soll an der Formulierung beteiligt sein? \n\nDiskutieren Sie dies
 e Fragen zur Wissenschaft zwischen Wissenschaftsfreiheit und gesellschaftli
 cher Verantwortung gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und d
 en Medien. \n\nExpertinnen und Experten auf dem Podium\n\nProf. Dr. Jörg Ha
 cker, Mikrobiologe und Präsident der LeopoldinaProf. Dr. Klaus Tanner, Theo
 loge, Ethiker und Leopoldina-MitgliedProf. Dr. Claudia Dalbert (MdL), Psych
 ologin und Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Grüne im Landtag von Sachsen-Anh
 altDr. Christina Berndt, Redaktion Wissenschaft der Süddeutschen ZeitungMod
 eration: Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur des Wissenschaftsmagazins „Spe
 ktrum der Wissenschaft“\n\nFishbowl\n\n Eine Fishbowl-Diskussion ist ein Ge
 sprächsformat, das jedem Teilnehmer ermöglicht, sich mit seiner Meinung dur
 ch einen Platzwechsel einzubringen. In der Mitte der Publikumsrunde, im „Go
 ldfischglas”, diskutieren Experten. Möchte ein Zuschauer etwas zur Diskussi
 on beitragen, kann er einen von zwei freien Plätzen zwischen den Experten e
 innehmen.\n\nWissenschaft kontrovers\n\nThemen wie Klimawandel, Finanzwirts
 chaft oder seltene Rohstoffe stehen für Kontroversen in der Nachhaltigkeits
 forschung und auch für gesellschaftliche Konflikte. In der Diskussion solch
 er Themen sind häufig die moralisch-ethischen Argumente ähnlich bedeutsam w
 ie die wissenschaftlichen. Im Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde
  organisiert Wissenschaft im Dialog (WiD) gemeinsam mit der Nationalen Akad
 emie der Wissenschaften Leopoldina und dem Haus der Wissenschaft Braunschwe
 ig bundesweit Dialogveranstaltungen mit interaktiven Diskussionsformaten, z
 um Beispiel dem Fishbowl.
LOCATION:Halle (Saale)
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