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SUMMARY:Galilei der Ingenieur
DESCRIPTION:Die frühneuzeitliche Wissenschaft ist von zwei relevanten Trans
 formationsprozessen gekennzeichnet: Zum einen wird die mechanische Kunst zu
 nehmend mathematisiert. Zum anderen wächst der Anspruch der Mechanik als Wi
 ssenschaft, Naturphänomene erklären zu können, sodass das Wissen, die Metho
 de und die Resultate der naturphilosophischen Untersuchungen der Zeit sich 
 zunehmend verändern.  In diesem Rahmen wird die wissenschaftliche, aber auc
 h die soziale Leistung Galileis gelesen. Eine Leistung, die einen Bogen spa
 nnt von seinen Aktivitäten als Praktiker in der Mechanik bis hin zur Formul
 ierung der neuen Wissenschaften 1638 in den „Discorsi“. Zunächst soll ein b
 esonderer Fokus auf die praktischen Arbeiten Galileis gelegt werden. Im Spe
 ziellen wird hier gezeigt, welche praktischen Aktivitäten Galilei ausübte, 
 mit welchen Methoden er arbeitete und welche Resultate er damit erzielte. E
 benso wird untersucht, an welchem praktischen Wissen er im Allgemeinen teil
 hatte. Dank dieser Untersuchungen kann letztlich festgestellt werden, ob Ga
 lilei sich mit seinem Werk auch als Ingenieur, insbesondere als militärisch
 er Ingenieur, profilieren konnte.  Zudem wird das Thema der Wechselwirkunge
 n zwischen praktischem und theoretischem Wissen vertieft und am Beispiel vo
 n Galilei erläutert. Hier kann gezeigt werden, wie Galileis Festigkeitslehr
 e, die erste der zwei neuen Wissenschaften, im praktischen Wissen der venez
 ianischen Schiffbauer begründet ist, und wie jene durch die Wechselwirkung 
 zwischen diesem Wissen und dem theoretischen Apparatus, der in der Mechanik
  Aristoteles‘ kodifiziert war, entstanden ist.  Allgemein betrachtet, ist d
 ie Entwicklung von Galileis Wissenschaft ein paradigmatischer Fall, um die 
 Entwicklung der Wissenschaften in der Frühen Neuzeit tout court zu verstehe
 n. Insbesondere aufgrund der Analyse der sozialen Milieus Galileis wird sch
 ließlich diskutiert, wie das Wissensnetzwerk der Zeit funktioniert hat.  Es
  laden Sie herzlich ein: Prof. Dr. Rainer Godel, Leopodlina-Mitglied Prof. 
 Dr. Dieter Hoffmann und Prof. Dr. Florian Steger.\n\nKontakt\n\nProf. Dr. R
 ainer GodelE-Mail: rainer.godel@leopoldina.orgTel.: 0345 / 47 239 -115
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