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SUMMARY:Geschlechtersensible Medizin – wieso, weshalb, warum?
DESCRIPTION:Ein Herzinfarkt zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich. Wäh
 rend manche sofort dramatische Beschwerden spüren, bleiben die Warnzeichen 
 bei anderen fast unbemerkt. Das kann eine optimale Behandlung erschweren. D
 och liegt das am biologischen Geschlecht, an unterschiedlichen Krankheitsme
 chanismen im Körper oder an sozialen und kulturellen Einflüssen? Und wie ge
 hen wir in der Medizin mit diesen komplexen Fragen und den bestehenden Date
 nlücken zu Geschlechterunterschieden um?Geschlechtersensible Medizin erweit
 ert Forschung, Lehre und Versorgung um einen Ansatz, der biologische und so
 ziokulturelle Faktoren gemeinsam betrachtet. So lässt sich besser verstehen
 , wie sich Gesundheit erhalten lässt, wie Medikamente wirken und wie Krankh
 eiten entstehen. Dazu gehört auch, dass angehende Ärztinnen und Ärzte ihre 
 eigene Geschlechterrolle und mögliche Stereotype reflektieren. Denn diese b
 eeinflussen, wie wir Patientinnen und Patienten wahrnehmen und behandeln. E
 in Blick in die Praxis zeigt, wie relevant das ist: Frauen berichten häufig
 er als Männer über beeinträchtigende Nebenwirkungen von Medikamenten. Eine 
 Medizin, die solche Unterschiede ernst nimmt, ist ein wichtiger Schritt hin
  zu einer gerechteren und besseren Gesundheitsversorgung für alle.\n\nUte S
 eelandUniv.-Prof. Dr. Ute Seeland studierte Humanmedizin an der Freien Univ
 ersität Berlin, der Philipps-Universität Marburg und der Georg-August-Unive
 rsität Göttingen und promovierte 1999 in Marburg. 2021 habilitierte sie sic
 h an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. 2024 folgte sie dem Ruf auf 
 die von der Margarete-Ammon-Stiftung geförderte Professur für Geschlechters
 ensible Medizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.Ihre Forschu
 ngsschwerpunkte liegen in der geschlechtersensiblen Medizin, insbesondere i
 n den Bereichen Prävention, Risikofaktoren, Alter, Schwangerschaft, mikrova
 skuläre funktionelle Erkrankungen, Hypertonie und Herzinsuffizienz.Seit 202
 1 ist Ute Seeland Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspe
 zifische Medizin e.V. (DGesGM). 
LOCATION:Hauptgebäude der Leopoldina
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