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SUMMARY:Gliazellen – wie beeinflussen sie unsere Hirntätigkeit?
DESCRIPTION:Monatssitzung der LeopoldinaVortragsgebäude der AkademieEmil-Ab
 derhalden-Str. 36, 06108 Halle (Saale) Unser Gehirn enthält zwei Zelltypen:
  Neurone und Gliazellen. Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass 
 diese beiden Zellen eng miteinander interagieren. Dies führte zu dem Konzep
 t, dass die Funktionen unseres Gehirns von der Aktivität beider Zellgruppen
  bestimmt werden und dass auch Schädigung und Erkrankungen des Gehirns zu V
 eränderungen in beiden Zellpopulationen führen. Gliazellen unterteilen sich
  in drei Gruppen. Die Astrozyten haben sowohl Kontakt zur Blut-Hirn-Schrank
 e als auch zu Synapsen und könnten damit neuronale Aktivität und Durchblutu
 ng koppeln. Die Oligodendrozyten sind die Myelin-bildenden Zellen des zentr
 alen Nervensystems und ihre Bedeutung erkennt man bei demyelinisierenden Er
 krankungen wie der Multiplen Sklerose. Die Mikrogliazellen sind die patholo
 gischen Sensoren des Gehirns und reagieren auf Veränderungen der Umgebung m
 it einem komplexen Aktivierungsprogramm, wodurch sie sehr stark auf den pat
 hologischen Verlauf einwirken. Die Forschungen der Arbeitsgruppe Kettenmann
  zielen auf ein besseres Verständnis von Gliazellen im Zusammenspiel mit Ne
 uronen, um die molekularen Grundlagen von Gehirntätigkeit aufzudecken und e
 in molekulares Verständnis neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen 
 zu erlangen.Helmut Kettenmann: Studium der Biologie an der Universität Heid
 elberg und der University of Miami, USA (1973-1978), Promotion an der Unive
 rsität Heidelberg (1982), Habilitation ebendort (1987). Heisenberg-Stipendi
 at am Institut für Neurobiologie der Universität Heidelberg (1987-1992), se
 it 1993 Leiter der Forschungsgruppe Zelluläre Neurowissenschaften am Max-De
 lbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch und seit 1996 Professo
 r für Zelluläre Neurobiologie an der Charité Berlin. Helmut Kettenmann: Ver
 schiedene Preise und Auszeichnungen, u. a. Heinz Maier-Leibnitz-Preis des B
 undesministers für Bildung und Forschung (1984), Schunk-Preis der Universit
 ät Gießen (1990), Zukunftspreis der Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forsch
 ungszentren (2005). Präsident der Federation of European Neuroscience Socie
 ties (FENS), Direktor des Zulassungs- und Prüfungsausschusses des Internati
 onalen Master/PhD-Studiengangs Medical Neuroscience (Humboldt Universität B
 erlin), seit 2002 Dekan für Ausbildung des Exzellenzclusters NeuroCure an d
 er Humboldt Universität Berlin, Generalsekretär der Neurowissenschaftlichen
  Gesellschaft (1993- 2006). Chefredakteur der Zeitschriften „GLIA“ (seit 19
 88) und „Neuroforum“ (seit 1995). Forschungsschwerpunkte: Funktionen von Gl
 iazellen im gesunden und kranken Nervensystem Seit 2003 ist Helmut Kettenma
 nn Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Ne
 urowissenschaften).Kontaktadresse: Prof. Dr. Helmut Kettenmann, Max-Delbrüc
 k-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Robert-Rössle-Str. 10, 
 13125 Berlin, Tel.: +49 30 94 06 33 25, Fax: +49 30 94 06 38 19, E-Mail: ke
 ttenmann@mdc-berlin.de
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