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SUMMARY:Herausforderungen für die Krebsforschung am Beispiel der Gehirntumo
 ren
DESCRIPTION:Die Tumoren des Gehirns zählen zu den eher seltenen Krebserkran
 kungen. Für die betroffenen Patienten stellen sie jedoch häufig eine persön
 liche Katastrophe dar. Die Medizin steht bei den Gehirntumoren vor zahlreic
 hen Herausforderungen. Zum einen treten im Gehirn eine relativ große Zahl v
 erschiedener Tumorentitäten auf. Die Krankheitsverläufe sind häufig variabe
 l und Behandlungsmaßnahmen in diesem Organ natürlicherweise begrenzt. In de
 n vergangenen Jahren ist es mit Methoden der Zellbiologie, Molekularbiologi
 e und Genomforschung gelungen, grundlegende Einblicke in die Entstehung von
  Tumoren des Nervensystems zu gewinnen. Bildgebende Verfahren haben die Tum
 ordiagnostik im Gehirn entscheidend verbessert. Allerdings sind die Behandl
 ungsaussichten nach wie vor ungünstig. Daher steht die Neuroonkologie nun v
 or der großen Herausforderung, Erkenntnisse aus dem Labor in die Entwicklun
 g neuer Diagnose- und insbesondere Therapieverfahren zu übertragen. Im Rahm
 en des Vortrags wird Otmar Wiestler einige Strategien und wegweisende Befun
 de vorstellen.Otmar D. Wiestler hat in Freiburg Humanmedizin studiert und w
 urde dort auch promoviert (1984). Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Departme
 nt of Pathology der University of California, San Diego, USA, wurde er zuer
 st Assistenzarzt, später Oberarzt in der Abteilung Neuropathologie des Inst
 ituts für Pathologie des Universitätsspitals Zürich. In Zürich erfolgte die
  Habilitation für das Fachgebiet Pathologie (1990). 1992 wurde er Direktor 
 des Instituts für Neuropathologie der Universität Bonn, seit 2004 ist er Vo
 rstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Wi
 estler ist unter anderem Mitglied im Medizinischen Beirat und Kuratorium de
 r Deutschen Krebshilfe, er leitet den Fachausschuss Theoretische Medizin de
 r Deutschen Forschungsgemeinschaft, ist Vorsitzender des Vorstands des Komp
 etenznetzwerks Stammzellforschung in Nordrhein- Westfalen und medizinischer
  Geschäftsführer der Technologie-Plattform LIFE & BRAIN GmbH in Bonn. Seine
  Forschungsschwerpunkte sind: Molekulargenetische Grundlagen der Tumorentst
 ehung im Nervensystem; neuronale Stammzellen und rekonstruktive Neurobiolog
 ie; Pathogenese humaner Temporallappen- Epilepsien. Im Jahr 2001 wählte die
  Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Otmar Wiestler zum Mitglied
  (Sektion Pathologie und Rechtsmedizin).Kontaktadresse: Prof. Dr. Otmar D. 
 Wiestler, Wissenschaftlicher Stiftungsvorstand, Deutsches Krebsforschungsze
 ntrum Heidelberg (DKFZ), Im Neuenheimer Feld 280, D-69120 Heidelberg
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