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SUMMARY:Ist musikalische Schönheit messbar?
DESCRIPTION:Musikalische Schönheit ist ein Phänomen der auditiven Wahrnehmu
 ng in der Zeit. Mit unserem Musikhören gehen ästhetische Urteile einher. Da
 bei fällen wir gerne Gesamturteile, obwohl wir mit der Qualifizierung eines
  Werks als „schön“ in der Regel wohl weniger das ganze Werk als mehr „schön
 e Stellen“ meinen, die sich von der insgesamt längeren Dauer ihrer Umgebung
  abheben.  Welche kompositionstechnischen Strukturmerkmale eignen „schönen 
 Stellen“? Lassen sich ihre etwa melodischen, rhythmischen oder harmonischen
  Eigenschaften beschreiben und zwar so, dass, bezogen auf das musikalische 
 Material, der Status objektiver Aussagen über sie erreicht wird? Wie funkti
 oniert der Wirkmechanismus „schöner Stellen“? Handelt es sich bei ihm um ei
 nen allgemeinen, der bei allen Hörern dieselben Reaktionen auslöst, und wie
  wird er konditioniert? Wo liegen die Bereiche der Hörwahrnehmung, die auf 
 bestimmte Reize in der Weise ansprechen, dass wir als hörende Subjekte audi
 tive Lustmomente erleben? Wie verhalten sich hier die Wahrnehmungen von Gan
 zem und Teilen im musikalischen Verlauf zueinander? Diese und andere Fragen
  im Blick auf einen Einzelaspekt musikalischer Schönheit lassen sich derzei
 t nicht umfassend beantworten, aber sie markieren wichtige heuristische Pun
 kte beim Nachdenken über das Problem, ob musikalische Schönheit vielleicht 
 messbar sei.  \n\nUlrich Konrad\n\n   studierte Musikwissenschaft, Germanis
 tik und Geschichte in Bonn und Wien. Er hatte den Lehrstuhl für Musikwissen
 schaft an der Musikhochschule Freiburg inne und ist seit 1996 Ordinarius am
  Institut für Musikforschung der Universität Würzburg. Konrad hat zahlreich
 e Publikationen zur Musikgeschichte des 17. bis 20. Jahrhunderts vorgelegt.
  Schwerpunkte seiner Forschungen liegen auf Vorgängen beim Kompositionsproz
 ess und deren Zeugnissen sowie auf dem Werk W. A. Mozarts, Robert Schumanns
 , Richard Wagners und Richard Strauss’. Für seine Arbeiten erhielt er mehre
 re hohe Auszeichnungen, so 2001 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsg
 emeinschaft. Nationale und internationale Akademien der Wissenschaften wähl
 ten ihn zum Mitglied, so im Jahre 2005 die Leopoldina.\n\nWeitere Informati
 onen\n\nAlle Interessierten sind herzlich zu der Vorlesung eingeladen. Der 
 Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.\n\nKontakt\n\nJosef W
 ilhelmPräsidialbüro Uni WürzburgTel.: 0931 / 31 80 975E-Mail: Josef.wilhelm
 @uni-wuerzburg.de
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