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SUMMARY:Kleinstaat versus Supermacht: Forschung und Geopolitik in Grönland 
 im Kalten Krieg
DESCRIPTION:Nach dem Zweiten Weltkrieg rückte Grönland in das Zentrum strat
 egischen Interesses der USA, denn die dänische Kolonie lag exakt auf kürzes
 ter Linie zwischen den neuen Supermächten USA und UdSSR. Die amerikanischen
  Streitkräfte hatten bereits während des Zweiten Weltkriegs Militärbasen un
 d Wetterstationen auf Grönland errichtet. Während Dänemark nach dem Krieg a
 uf den raschen Abzug der amerikanischen Streitkräfte hoffte, intensivierten
  diese ihre Aktivitäten. Formal behielt Dänemark die Souveränität über Grön
 land, sah sich aber einer drastisch wachsenden Einflussnahme der USA gegenü
 ber, gegen die sich die dänische Regierung zu wehren suchte.  Ein zentrales
  Element in dem Ringen um Einflussnahme und Kontrolle in Grönland waren For
 schungsaktivitäten. Für die Streitkräfte der USA war Forschung in Feldern w
 ie Glaziologie, Geologie, Meteorologie und Ionosphärenforschung einerseits 
 militärische Notwendigkeit, um die schwierigen und lebensfeindlichen Beding
 ungen in den Griff zu bekommen und militärische Einrichtungen errichten und
  Operationen durchführen zu können. Andererseits repräsentierten Forschungs
 aktivitäten auch eine geopolitische  Strategie, um möglichst weite Teile de
 s Landes zu „besetzten“ und für militärische Zwecke nutzbar zu machen. Die 
 dänische Regierung erkannte diese Doppelfunktion von Forschung. Sie stellte
  zum einen eigene, ausdrücklich national ausgerichtete Forschungsaktivitäte
 n dagegen und beobachtete zum anderen die amerikanischen Aktivitäten aufmer
 ksam und versuchte ihnen nicht ohne Erfolg Grenzen zu setzen.  Der Vortrag 
 präsentiert Ergebnisse aus einem dänisch-amerikanischen Forschungsprojekt ü
 ber Forschung in Grönland im Kalten Krieg. Er leistet einen Beitrag zur bis
 her vernachlässigten Geschichte der Verschränkung von Forschung und Geopoli
 tik in der Arktis im Kalten Krieg. Es laden Sie herzlich ein: Prof. Dr. Rai
 ner Godel, Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Dieter Hoffmann und Prof. Dr. Flor
 ian Steger.\n\nKontakt\n\nProf. Dr. Rainer GodelE-Mail: rainer.godel@leopol
 dina.orgTel.: 0345 / 47 239 -115
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