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SUMMARY:Kollationen: Gespräche über Editionen - Digital und/oder gedruckt?
DESCRIPTION:Im zweiten vorchristlichen Jahrhundert beginnen mit der kritisc
 hen Sichtung der Überlieferung und Erstellung allgemein verbindlichen Texta
 usgaben der Homer-Epen erste editorische Praktiken, die relevant für die En
 twicklung des Wissenschaftssystems sind. Insbesondere historische, mit Text
 en arbeitende Wissenschaften sind auf zuverlässige Textzeugen angewiesen. S
 o forderte es bereits Karl Lachmann, einer der Begründer der modernen Editi
 onsphilologie, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Edition stellt mithin eben j
 enen zuverlässigen Text dar, weil sie intersubjektiv verstehbar macht, auf 
 welche Quellen sie sich bezieht und wie sie mit diesen verfahren ist. Wande
 lte sich die Arbeit von Editorinnen und Editoren mit der flächendeckenden E
 inführung des Buchdrucks technisch wie konzeptionell, so steht seit der Dig
 italisierung die nächste große Veränderung an. Nach wie vor bestehen sowohl
  digitale als auch gedruckte Editionen parallel nebeneinander, die digitale
  Edition scheint aber auf dem Vormarsch zu sein. Die recht große Anzahl an 
 Hybrid-Editionen lässt vermuten, dass die gedruckte Edition nicht vollständ
 ig von der digitalen abgelöst werden kann.\n\nWas genau sind die Möglichkei
 ten, die der Medienwechsel in den digitalen Raum mit sich bringt? Wie unter
 scheiden sich digitale und gedruckte Editionen sowohl produktions- als auch
  rezeptionsseitig? Geht bei der digitalen Edition auch etwas gegenüber der 
 Druckedition verloren? Diesen Fragen widmet sich die Diskussion „Kollatione
 n: Gespräche über (digitale) Editionen – Gedruckte oder digitale Edition?“\
 n\nUnter dem Begriff „Kollation“ versteht die Editionswissenschaft den zeic
 hengenauen Vergleich mehrere Überlieferungen eines Textes. Ziel ist es, Abw
 eichungen und Übereinstimmungen zu ermitteln. Das Zentrum für Wissenschafts
 forschung will diesem Prinzip mit einem neuen Veranstaltungsformat begegnen
 : Zwei Personen aus der Wissenschaft führen zu einem bestimmten Thema ein m
 oderiertes Gespräch. Die Gesprächspartnerinnen bzw. -partner werden so ausg
 ewählt, dass sie (mutmaßlich) unterschiedliche Perspektiven auf ein Thema h
 aben. Im Anschluss an das etwa 45-minütige Gespräch wird die Runde für Beit
 räge aus dem Publikum geöffnet.\n\nDie Diskussion widmet sich der Gegenüber
 stellung „Digitale und/oder gedruckt?“ mit diesen Gästen:\n\n 	Tessa Gengna
 gel ist Mitgeschäftsführerin des Cologne Center for eHumanities (CCeH) und 
 national wie auch international langjährig erfahren im Umgang mit digitalen
  Editionen. Ihre Expertise bringt sie unter anderem in die Task Area „Editi
 ons“ des NFDI-Konsortiums Text+ ein. In ihrer eigenen Forschung befasst sie
  sich mit reflektierenden Fragen der (digitalen) Editionswissenschaft sowie
  der Theorie digitaler Geisteswissenschaften. 	Prof. Dr. Dieter Burdorf hat
  den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Un
 iversität Leipzig inne. Neben seiner Arbeit zu literarischen Gattungen – in
 sbesondere der Lyrik –, forscht er vor allem im Bereich der Briefedition un
 d hat sich mit der Edition der Lyrik Friedrich Hölderlins auseinandergesetz
 t, die in der Geschichte der Editionswissenschaft eine herausgehobene Rolle
  einnimmt. \n\nAufzeichnung der Veranstaltung\n\nZum Video (YouTube)\n\nWei
 tere Informationen\n\nDie Veranstaltung richtet sich an alle fachlich Inter
 essierten. Sie wird mit der Beteiligung des Konsortiums Text+ im Kontext de
 r Arbeit des Vereins Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e.V. dur
 chgeführt. Die NFDI wird von der Bundesrepublik Deutschland und den 16 Bund
 esländern finanziert, und das Konsortium Text+ wird gefördert durch die Deu
 tsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 460033370.\n\nKontakt\n\
 nLisa Eggert Leopoldina Zentrum für Wissenschaftsforschung lzfw@leopoldina.
 org (0)345 472 39-117
LOCATION:Halle (Saale)
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