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SUMMARY:Leopoldina-Lecture „Beethoven und seine Taubheit“
DESCRIPTION:Beethoven war zunächst schwerhörig und am Schluss taub. Seine S
 chwerhörigkeit begann 1798 und sie war durch eine ganze Reihe von recht typ
 ischen Symptomen gekennzeichnet. Hochtonverlust, Sprachverständlichkeitsver
 lust, Tinnitus-Recruitment, Hyperakusis. Woher wissen wir das? Wir wissen e
 s aus Briefen, die er seinen Freunden geschrieben hat. Ein wichtiger Freund
  war der Arzt Franz-Gerhard Wegeler, ein weiterer wichtiger Freund war Karl
  Amenda, ein Pastor und kurländischer Konsistorialrat. 1801 schrieb er beid
 en Briefen. 31 Jahre alt war Beethoven damals.  Kant sagte einmal, die Fehl
 sichtigkeit trenne von den Dingen, die Schwerhörigkeit trenne von den Mensc
 hen. Was Beethoven beschreibt, ist die charakteristische soziale Isolation 
 der Schwerhörigen, eine Krankheit, die im wahrsten Sinne des Wortes doppelt
  unsichtbar ist. Die Krankheit als solche kann man nicht sehen und der Betr
 offene selbst macht sich unsichtbar, er zieht sich zurück. Menschliche Komm
 unikation ist zutiefstes Humanum, und die Fähigkeit dazu geht Beethoven ver
 loren. 
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