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SUMMARY:Leopoldina-Lecture „Sinneswelten im Spiegel von Verhalten und Leben
 sraum – zugleich ein Plädoyer für die organismische Biologie”
DESCRIPTION:Die Bedeutung sensorischer Information für Tiere, die Beute fan
 gen, vor Räubern fliehen und einen Geschlechtspartner finden müssen, ist of
 fensichtlich. Schon Bakterien und Einzeller, noch ohne Nervenzellen oder ga
 r Nervensystem, zeigen hoch entwickelte sensorische Fähigkeiten. Die bunte 
 Fülle der Sinnesorgane höherer Tiere spiegelt eine oftmals bis ins feinste 
 Detail gehende Angepasstheit an die jeweils biologisch relevanten Reizmuste
 r im artspezifischen Lebensraum wider. So sind die sensorischen Welten von 
 Tier und Mensch hochgradig gefilterte und artspezifische biologische Welten
 , die nicht dazu da sind, abstrakte Wahrheiten zu vermitteln, sondern zur „
 fitness” beizutragen. Der Vortrag wird die strukturelle und funktionelle Ra
 ffinesse von Sinnesorganen  im Lichte dieser Angepasstheit illustrieren. Da
 zu dienen Beispiele aus dem Bereich des Sehens und solche aus der eigenen F
 orschung zu den mechanischen Sinnen von Spinnen. Sie werden zeigen, wie wic
 htig der organismische Blickwinkel selbst für das Verständnis kleinster Det
 ails ist.  \n\nFriedrich G. Barth\n\n  studierte an den Universitäten in Mü
 nchen und Los Angeles (UCLA) Biologie, Humanphysiologie und Neurowissenscha
 ften. Er promovierte (1967) und habilitierte (1971) sich in München. 1974 ü
 bernahm er als Nachfolger Martin Lindauers den Lehrstuhl für Zoologie an de
 r Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. 1987 wechselte er an die
  Universität Wien, wo er die Neurobiologie etablierte.  Im Mittelpunkt sein
 er Forschungen steht die Biologie der Sinne, insbesondere der Spinnen. Dabe
 i geht es  um die technische Perfektion von Sinnesorganen ebenso wie um der
 en ethologische und ökologische Bedeutung.  Friedrich Barth ist Editor-in-C
 hief des renommierten Journal of Comparative Physiology-A und Mitglied mehr
 erer europäischer Wissenschaftsakademien. 2000 erhielt er den Karl von Fris
 ch-Preis. In kürzlich mit Geisteswissenschaftlern und Ingenieuren edierten 
 Buchpublikationen widmet er sich verschiedensten Aspekten der Wahrnehmung s
 owie neuen Entwicklungen der Sensor-Bionik. Bildnachweis: mediendienst.com 
 / Foto Wilke\n\nTeilnahme und Anmeldung\n\nDie Teilnahme an der Veranstaltu
 ng ist kostenlos und steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung ist n
 icht erforderlich.\n\nKontakt\n\nBarbara DöhlaAssistentin der Abteilung Wis
 senschaft - Politik - GesellschaftTel. 0345 - 47 239 - 870barbara.doehla@le
 opoldina.org \n\nDr. Henning SteinickeReferent der Abteilung Wissenschaft -
  Politik - GesellschaftTel. 0345 - 47 239 - 864henning.steinicke@leopoldina
 .org
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