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SUMMARY:Literarische Zirkulation von ökologischem Wissen in den Reiseberich
 ten von Humboldt, Darwin und Haeckel
DESCRIPTION:Welche Rolle spielten naturwissenschaftliche Reiseberichte in d
 er Entstehung des ökologischen Denkens im 19. Jahrhundert? Dieser Frage geh
 t Engberg in ihrem Vortrag anhand zentraler Werke dreier Wissenschaftler na
 ch: Alexander von Humboldts Relation historique (1814–1831), Charles Darwin
 s Journal of Researches (1839/1845) sowie Ernst Haeckels Indische Reisebrie
 fe (1882).\n\nPopulärwissenschaftliche Werke wie Andrea Wulfs The Invention
  of Nature (2015) vermittelten einem internationalen Publikum bereits, wie 
 Humboldts Reisebeschreibung Darwins Lektüre an Bord der Beagle prägte und d
 essen Naturverständnis beeinflusste. Weniger bekannt ist, dass Haeckel spät
 er beide Texte intensiv rezipierte und Elemente ihrer Naturdarstellung in s
 eine eigenen Reisebriefe einfließen ließ.  \n\nSchwerpunkte des Vortrages s
 ind das in den Schriften dargelegte Naturverständnis sowie die literarische
  Form und intertextuelle Gestaltung ökologischer Darstellungen. Engberg unt
 ersucht dafür drei zentrale Dimensionen: die Repräsentation ökologischer Zu
 sammenhänge über räumliche Skalen (Humboldt), die literarische Verarbeitung
  historischer Dynamiken zwischen Organismen und Umwelt (Darwin) sowie die z
 unehmende Einbindung des menschlichen Subjekts in ökologische Systeme (Haec
 kel).\n\nDie Referentin verfolgt in ihrem Vortrag die Überlegung, dass dies
 e Reiseberichte nicht nur empirische Naturbeobachtungen festhalten, sondern
  durch spezifische Darstellungsweisen aktiv zur Herausbildung eines ökologi
 schen Denkens beitragen. Sie vertritt die These, dass die intertextuell ver
 bundenen Texte als Stationen einer Genealogie ökologischen Verständnisses z
 u lesen sind, deren Bedeutung für die ökologische Wissenschaftsgeschichte b
 islang unterschätzt wurde.\n\nIsabella M. EngbergIsabella M. Engberg ist al
 s Postdoktorandin/Wissenschaftliche Mitarbeiterin am International Graduate
  Centre for the Study of Culture der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig
 . Als vergleichende Literaturwissenschaftlerin liegen ihre Forschungsintere
 ssen an der Schnittstelle von Literatur und Wissenschaftsgeschichte, mit ei
 nem besonderen Fokus auf ökokritische Perspektiven in Reiseschreiben, speku
 lative Fiktion und phantasievollen Aspekten wissenschaftlicher Texte aus de
 m 19. Jahrhundert.\n\nEs laden Sie herzlich ein:Prof. Dr. Christina Brandt 
 ML*, Prof. Dr. Dieter Hoffmann ML* und Ronja Steffensky\n\nML = Mitglied de
 r Leopoldina\n\nLivestream\n\nDie Veranstaltung wird online via Zoom übertr
 agen.\n\nZum Livestream\n\nEs gelten die Datenschutzrichtlinien des Anbiete
 rs.\n\nKontakt\n\nRonja SteffenskyKommissarische Leiterin der Abteilung Zen
 trum für WissenschaftsforschungE-Mail: lzfw@leopoldina.org
LOCATION:Halle (Saale) und Online
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