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SUMMARY:Molecular Biology in the 21st Century
DESCRIPTION:Welche Chancen eröffnet die Biologie im 21. Jahrhundert der Med
 izin im Hinblick auf diagnostische und therapeutische Möglichkeiten? Wird s
 ie künftig helfen können, geistige und körperliche Leistungsfähigkeit bis i
 ns hohe Alter zu erhalten oder wiederherzustellen? Welche Rolle werden Stam
 mzellen dabei spielen? Fragen dieser Art wollen die Organisatoren des inter
 nationalen Leopoldina-Symposiums „Molecular Biology in the 21st Century: Fr
 om molecules to systems – a quantum jump in complexity“ diskutieren und hab
 en dazu führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichst
 er Disziplinen aus aller Welt eingeladen. In 25 Vorträgen spannt sich der B
 ogen von neuesten Erkenntnissen zur Funktion einzelner Zellen bis hin zum G
 esamtorganismus. Prof. Dr. Dieter Oesterhelt vom Max-Planck-Institut für Bi
 ochemie in Martinsried wird zum Beispiel über die Biologie von Halobakterie
 n berichten. Diese Einzeller wachsen bestens in heißen Salztümpeln. Das von
  Oesterhelt entdeckte Membranprotein Bakteriorhodopsin, mit dessen Hilfe Ha
 lobakterien Sonnenenergie in chemische Energie umwandeln können, ermöglicht
  ihnen ein Leben mit Sonnenlicht als einziger Energiequelle.Einer der führe
 nden Vertreter einer modernen und zukunftsweisenden Forschungsrichtung, die
  die Organische Chemie mit bioorganischen und biochemischen Fragestellungen
  verknüpft hat, ist der Münchner Chemiker Prof. Dr. Horst Kessler. Er wird 
 über die gezielte Konstruktion von Medikamenten berichten und den Weg vom P
 rotein über Proteinabschnitte bis hin zum neuen Wirkstoff erläutern. Ähnlic
 he Ziele verfolgt Prof. Dr. Andreas Plückthun von der Universität Zürich. S
 eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Design und der Herstellung neue
 r Proteine, die beispielsweise dazu genutzt werden können, schädliche oder 
 krankmachende Proteine in der Zelle zu blockieren und dadurch Tumorzellen z
 u zerstören.Der Nobelpreisträger Prof. Dr. Rolf Zinkernagel vom Institut fü
 r Experimentelle Immunologie in Zürich wird unter dem Motto „Changes of Par
 adigms“ unter anderem erklären, warum es bis heute nicht möglich ist, gegen
  HIV oder das Hepatitis C-Virus erfolgreich zu impfen.Die Zukunft der Neuro
 wissenschaften wird Prof. Dr. Hannah Monyer, Neurobiologin an der Universit
 ät Heidelberg, beleuchten. Auch an ihren Arbeiten besticht besonders der in
 tegrative Charakter, bei dem modernste molekularbiologische Techniken mit s
 ystemphysiologischen Ansätzen verbunden werden. Ihr zentrales Forschungsthe
 ma beinhaltet, wie sich Nervenzellen im Verbund aufeinander abstimmen, so d
 ass im Gehirn kohärente, sinnvolle Bilder der Außenwelt entstehen.
LOCATION:Berlin
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