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SUMMARY:Molekularer Mechanismus der frühen Embryonalentwicklung beim Frosch
DESCRIPTION:Das Phänomen der embryonalen Entwicklung hat traditionell einen
  zentralen Platz in der Biologie eingenommen. Einen wichtigen Ausgangspunkt
  nahm die Entwicklungsbiologie der Wirbeltiere in den Arbeiten Hans Spemann
 s und seiner Kollegen, dessen grundlegende Erkenntnisse zur embryonalen Ach
 senentwicklung für uns bis heute Gültigkeit haben und die wir nun beginnen,
  molekular zu verstehen. Er entdeckte bei seinen Arbeiten vor 80 Jahren die
  Region im Keim, die für die Ausbildung des Kopfes verantwortlich ist, doch
  der Mechanismus und die zugrunde liegenden Gene blieben seither unklar. In
  diesem Zusammenhang entdeckte er das Dickkopf-Gen, das in der Kopfbildung 
 eine wichtige Rolle spielt. Aktiviert man das Dickkopf-Gen künstlich, kann 
 es zusätzliche Köpfe in Kaulquappen wachsen lassen. Inaktiviert man hingege
 n das Dickkopf-Gen in der Maus so fehlt den Mäuseembryos der Kopf. Man verm
 utet, dass das Dickkopf-Gen analog beim Menschen eine entsprechende Rolle s
 pielt, denn der Grundbauplan aller Wirbeltiere ist sehr ähnlich, ob es sich
  dabei nun um Frosch, Maus oder Mensch handelt. Die Bedeutung des Dickkopf-
 Gens für die Krebsforschung resultiert vorrangig aus einer Eigenschaft: Es 
 gehört zur Gruppe der Entwicklungs-Kontrollgene, also der Gene, die den Abl
 auf des Zellwachstums und der Zelldifferenzierung steuern und regulieren.Ch
 ristof Niehrs: Biochemie-Studium an der Freien Universität Berlin, Promotio
 n zum Dr. rer. nat. (Fakultät für Biologie, 1990), Postdoktorand an der Uni
 versity of California, Los Angeles, USA (1990-1993), seit 1994 Leiter der A
 bteilung Molekulare Embryologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) 
 Heidelberg, Habilitation an der Fakultät für Biologie (1997), seit 2000 Leh
 rstuhl (C4) für Molekulare Embryologie am DKFZ Heidelberg. Ehrungen und Pre
 ise: Freudenbergpreis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (1999), 
 Ernennung zum EMBO-Mitglied (1999), Biologiepreis der Göttinger Akademie de
 r Wissenschaften (1999), EMBO Gold Medal Award (2000), Otto-Mangold-Preis d
 er Gesellschaft für Entwicklungsbiologie (2001), Landesforschungspreis Bade
 n-Württemberg (2002), Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG (2003). Seine
  Forschungsziele sind die Aufklärung der molekularen Mechanismen der Embryo
 nalentwicklung beim Wirbeltier. Im Jahr 2002 wählte die Deutsche Akademie d
 er Naturforscher Leopoldina Christof Niehrs zum Mitglied (Sektion Humangene
 tik und Molekulare Medizin).Kontaktadresse: Prof. Dr. Christof Niehrs, Deut
 sches Krebsforschungszentrum, Abt. Molekulare Embryologie/A050, Im Neuenhei
 mer Feld 280, D-69120 Heidelberg
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