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SUMMARY:Ozeane, Kryosphäre und Mensch: Was uns die fremde Natur bedeutet
DESCRIPTION:Ozeane und Kryosphäre umfassen den größten Teil der Erdoberfläc
 he und bieten wichtige Funktionen für die Bewohnbarkeit dieses Planeten. Da
 zu gehören Rückstrahlung von Sonnenlicht gegen eine Überhitzung der Erde, A
 ufnehmen von CO2, aber auch die Beherbergung einer unbekannten Vielfalt von
  Leben, das weit über die Artenvielfalt an Land hinausgeht.\n\nOzeane und K
 ryosphäre enthalten die größten und größtenteils unbekannten genetischen Re
 ssourcen der Erde. Polar- und Tiefseeökosysteme sind jedoch schwer zugängli
 ch aufgrund ihrer Entfernung von Land und ihren aus unserem menschlichen St
 andpunkt „extremen“ physikalischen Bedingungen. Ihre Temperaturen am oder u
 nter dem Gefrierpunkt, Dunkelheit und hydrostatischer Druck sind uns fremd,
  sie begrenzen unsere Beobachtungskapazitäten und damit auch die wissenscha
 ftliche Erkenntnis über die Entwicklung, Verbreitung, Dynamik und Funktions
 weise von Polar- und Ozeansystemen. Es fehlt an ökologischen Bestandsaufnah
 men und global standardisierten Umweltvariablen und ökologischen Indikatore
 n, um die menschlichen Auswirkungen auf Polar- und Ozeansysteme  wissenscha
 ftlich zu quantifizieren und zu bewerten. Jedoch haben wir mittlerweile erh
 ebliche Beweise für den menschlichen Fußabdruck in den fernsten Regionen de
 r Erde, von den Auswirkungen des Klimawandels bis zur Verschmutzung und des
 truktiven Nutzung von Ressourcen in Meer und Kryosphäre.\n\nDer Vortrag fas
 st jüngste Beobachtungen von Veränderungen der Polar- und Tiefseeökosysteme
  zusammen und diskutiert Konzepte, Strategien und Begründungen für den Schu
 tz der unbekannten Natur der Erde als Teil einer nachhaltigen Entwicklung d
 er Menschheit. Er benennt die Rolle von Nationalakademien in der politische
 n Debatte um die Dringlichkeit von Entscheidungen und Aktionen.\n\nProf. Dr
 . Antje Boetius MLDie Meeresforscherin und Mikrobiologin Antje Boetius ist 
 Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und M
 eeresforschung Bremerhaven, und seit 2009 Mitglied der Leopoldina. Sie erfo
 rscht Mikroorganismen, die Teile des Meeresbodens besiedeln und großen Einf
 luss auf das globale Klima haben. Für ihre Forschungen und für ihr Engageme
 nt in der öffentlichen Vermittlung von Wissenschaft wurde sie 2018 mit dem 
 Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet und e
 rhält Ende Oktober den Deutschen Umweltpreis. \n\nWeitere Informationen\n\n
 „Natur – Wissenschaft – Gesellschaft“ Programm der Leopoldina-Jahresversamm
 lung 2018\n\nDer Abendvortrag wird wie die Jahresversammlung im Livestream 
 übertragen.  Die Übertragung startet am Freitag, 21. September 2018, um 9.0
 0 Uhr. \n\nMitgliedsprofil von Antje Boetius
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