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UID:1475-96@www.leopoldina.org
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SUMMARY:Perspektiven des Klonens in der Tierzucht und in der biomedizinisch
 en Forschung.
DESCRIPTION:Beim somatischen Kerntransfer – Klonen nach der "Dolly-Methode"
  – wird das Genaktivitätsmuster im Kern einer spezialisierten Zelle so verä
 ndert, dass Totipotenz entsteht, d.h. eine Zelle, aus der sich ein vollstän
 diger Organismus entwickeln kann. Die DNA-Sequenz der Kernspenderzelle ist 
 jedoch vor und nach dieser Reprogrammierung identisch. Die Änderung des Fun
 ktionszustandes wird durch übergeordnete Mechanismen, die die räumliche Org
 anisation des Erbguts (Chromatinstruktur) beeinflussen, vermittelt. Das Klo
 nen ist somit ein ideales Modell zur Untersuchung solcher Mechanismen, die 
 unter dem Überbegriff Epigenetik zusammengefasst werden. Perspektiven einer
  praktischen Anwendung ergeben sich im Bereich der genetischen Modifikation
  von Nutztieren – beispielsweise für die Xenotransplantation – oder aber fü
 r die Gewinnung autologer pluripotenter Stammzellen zur Behandlung degenera
 tiver Erkrankungen. Versuche zur Entwicklung dieses "Therapeutischen Klonen
 s" beim Menschen in Korea haben im Februar 2004 für Schlagzeilen gesorgt un
 d wurden im Nachhinein von der Scientific Community sehr negativ bewertet. 
 Dennoch zeigen diese Experimente, dass zumindest die erste Stufe, die Herst
 ellung von pluripotenten Stammzellen aus einem Kerntransferembryo, auch bei
 m Menschen funktionieren kann. Es bestehen, abgesehen von allen ethischen B
 edenken, aber berechtigte Zweifel, ob "Therapeutisches Klonen" jemals eine 
 realistische Option für die Anwendung in der Klinik werden kann.Eckhard Wol
 f: Studium der Tiermedizin an der Universität München, Promotion am Institu
 t für Tierzucht und am Institut für Tierpathologie der Universität München 
 (1990), Fachtierarzt für Versuchstierkunde (1991) und für Tierzucht und Bio
 technologie (1999), Habilitation für das Fach Tierzucht und Genetik an der 
 Veterinärmedizinischen Universität Wien (1994), Lehrstuhl für Molekulare Ti
 erzucht und Haustiergenetik Biotechnologie der Ludwig- Maximilians-Universi
 tät München (seit 1995), Mitglied der Leitung des Genzentrums der Universit
 ät München (seit 1998), Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Bayerischen 
 Forschungszentrums für Fortpflanzungsbiologie GmbH & Co KG (seit 1997). For
 schungsschwerpunkte: Molekulare Mechanismen der Wachstumsregulation; Biolog
 ie und Biotechnologie der Reproduktiontechniken der Fortpflanzung bei landw
 irtschaftlichen Nutztieren.Im Jahr 2000 wählte die Deutsche Akademie der Na
 turforscher Leopoldina Eckhard Wolf zum Mitglied (Sektion Veterinärmedizin)
 .Kontaktadresse: Prof. Dr. Eckhard Wolf, Ludwig-Maximilians- Universität, L
 ehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologiet, Genzentrum der Unive
 rsität, Feodor-Lynen- Straße 25, D-81377 München
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