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SUMMARY:Perspektiven orthopädischer Grundlagenforschung: Wird Handwerk bald
  von gestern sein?
DESCRIPTION:Die orthopädische Grundlagenforschung hat in den vergangenen ze
 hn Jahren einen bedeutenden Richtungswechsel erfahren. Während sie früher ü
 berwiegend biomechanisch und/oder morphologisch ausgerichtet war, sind heut
 e auf breiter Front die "Werkzeuge" der Biotechnologie auf dem Vormarsch. I
 n Zusammenarbeit mit Biologen, Medizinern, Ingenieuren und Materialwissensc
 haftlern soll dem nach wie vor ungelösten Problem von Gewebsverlusten im Be
 reich der Knochen, der Gelenke sowie von Muskulatur und Sehnen mittels tiss
 ue engineering, Zelltherapie, Stammzelltechnologie und schließlich Genthera
 pie zu Leibe gerückt werden. Hierbei sind vor allen Dingen durch die Kombin
 ation der genannten Methoden neue Konzepte der Geweberegeneration bereits v
 ielversprechend getestet worden. Der Ersatz orthopädisch-chirurgischer Ther
 apiemaßnahmen durch Stammzelltechnologie oder Gentherapie erscheint zwar no
 ch in weiter Ferne. Allerdings stehen bereits heute neue und faszinierende 
 Hilfsmittel zur Verfügung. Dieser methodische Richtungswechsel hat entgegen
  vielen Erwartungen jedoch nicht dazu geführt, dass die Biomechanik heute b
 edeutungslos ist. Die biomechanische Grundlagenforschung erlebt zur Zeit ei
 ne Renaissance, über die Ewerbeck in seinem Vortrag u. a. berichten wird. D
 ies wird beispielhaft deutlich an zwei Forschungsprojekten, die sich zum Ei
 nen mit dem Materialverschleißverhalten, zum Anderen mit der Verankerungsch
 arakteristik von künstlichen Gelenkimplantaten befassen. Hier wurden richtu
 ngweisende Ergebnisse erzielt, die sich in unmittelbaren Patientennutzen um
 setzen lassen. Perspektivisch werden auch in Zukunft sowohl die Methoden de
 r Biotechnologie, als auch diejenigen der Biomechanik unverzichtbare Bauste
 ine für erfolgreiche Projekte bleiben.Volker Ewerbeck studierte Medizin in 
 Berlin, Innsbruck und Wien, war in Berlin als Assistenzarzt in der Chirurgi
 e, in der Geburtshilfe und in der Pädiatrie und danach in Heidelberg in der
  Kinderchirurgie und Orthopädie tätig. In Heidelberg erfolgte die Habilitat
 ion in der Orthopädie (1993). Seit 1996 ist Ewerbeck Direktor der Abteilung
  Orthopädie I der Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg. Sei
 ne klinischen Schwerpunkte liegen auf dem Gebiet der onkologischen Chirurgi
 e sowie der Gelenkersatzoperationen. Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkte
 n gehören unter anderem die Molekularbiologie sowie spezielle Fragen der En
 doprothetik. Volker Ewerbeck ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gese
 llschaft für Orthopädie und der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.
  Er ist Mitherausgeber und im Beirat mehrerer wissenschaftlicher Fachzeitsc
 hriften. Er ist Ehrenmitglied der Ungarischen Gesellschaft für Orthopädie, 
 und im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina 
 Volker Ewerbeck zum Mitglied (Sektion Chirurgie, Orthopädie und Anästhesiol
 ogie).Adresse: Prof. Dr. med. Volker Ewerbeck, Orthopädische Universitäts-K
 linik, Schlierbacher Landstraße 200a, D-69118 Heidelberg
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