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SUMMARY:Politik der Vernetzung: Interessenvertretung und Naturforschung in 
 der frühen Leopoldina
DESCRIPTION:Die frühe Leopoldina nutzte als Gelehrtengesellschaft erfolgrei
 ch die spezifischen Gegebenheiten im Reich: 1652 als Academia Naturae Curio
 sorum gegründet, etablierten die in ihr vereinigten Mediziner binnen wenige
 r Jahrzehnte eine stabile, unabhängige und privilegierte Einrichtung für Na
 turforschung. Als Ärzte vertraten sie geschickt ihre Interessen in ganz ver
 schiedenen Feldern: innerhalb der Akademie, in Städten, an Universitäten, a
 m Kaiserhof und in den Territorien des Reichs. Über ihren Deutungsanspruch 
 für Themen wie Gesundheit und Hygiene, Natur und ihre Erforschung gestaltet
 en sie die frühneuzeitliche Gesellschaft aktiv mit.\n\nDie Mitglieder der L
 eopoldina sind historisch interessant als Personen, die in verschiedenen Tä
 tigkeitsfeldern agierten, sei es politisch oder naturforschend, im städtisc
 hen oder akademischen Kontext. Die Geschichte der frühen Leopoldina bietet 
 die geschichtswissenschaftlich wie wissenschaftshistorisch reizvolle Möglic
 hkeit, das Verhalten ihrer Mitglieder als Akteure in den verflochtenen Akti
 vitätsfeldern von Naturforschung und Politik zu analysieren.\n\nDer Vortrag
  beleuchtet anhand von Beispielen die Mitglieder der Leopoldina während der
  ersten hundert Jahre des Bestehens der Akademie. Er zeigt auf, dass sich a
 n dieser Personengruppe untersuchen lässt, welche Elemente für das Handeln 
 frühneuzeitlicher Gelehrter im Alten Reich kennzeichnend waren. Dabei ist e
 s lohnend, die Perspektive der Akteure zu suchen und ihrer Eingebundenheit 
 in vielfältige Kontexte Rechnung zu tragen. Stellt man die Frage nach ihrem
  alltäglichen Tun und ihren Handlungsoptionen zur Durchsetzung ihrer Ansprü
 che und Interessen, so richtet sich der Blick damit nicht nur auf das Hande
 ln der Akademiemitglieder als Naturforscher und Wissenschaftspolitiker, son
 dern insbesondere auf ihre Aktivitäten vor Ort in ihren vielfältigen Funkti
 onen als Stadtärzte und Lokalpolitiker.Prof. Dr. Rainer Godel und Leopoldin
 a-Mitglied Prof. Dr. Dieter Hoffmann laden Sie herzlich ein.\n\nWeitere Inf
 ormationen und Anmeldung\n\nDie Veranstaltung richtet sich an alle Interess
 ierten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.\n\nKo
 ntakt\n\nProf. Dr. Rainer GodelLeiter des StudienzentrumsE-Mail: rainer.god
 el@leopoldina.orgTel.: 0345 / 47 239 -115
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