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SUMMARY:Proteinfaltung in der Zelle: Die Rolle molekularer Chaperone
DESCRIPTION:Monatssitzung der LeopoldinaVortragsgebäude der AkademieEmil-Ab
 derhalden-Str. 36, 06108 Halle (Saale)Um ihre biologische Funktion zu erhal
 ten, müssen neu synthetisierte Proteinketten in der Regel in eine genau def
 inierte dreidimensionale Struktur falten, die weitgehend durch die Aminosäu
 resequenz bestimmt ist. Erst seit einigen Jahren weiß man, dass dieser Proz
 ess bei vielen Proteinen nur mit Hilfe sogenannter molekularer Chaperone ef
 fizient ablaufen kann. Chaperone bilden Komplexe mit noch unvollständig gef
 alteten Proteinketten und verhindern so deren Aggregation im konzentrierten
  zellulären Milieu. Die Dissoziation der Chaperon-Substrat-Komplexe ist oft
  ATP-abhängig und führt zu produktiver Faltung. Im Vortrag diskutiert Hartl
  die verschiedenen Funktionsprinzipien der Chaperone und ihr Zusammenwirken
  in zellulären Faltungswegen und beschreibt die Bedeutung der Chaperone bei
  neurodegenerativen Krankheiten, die durch aberrante Faltung verursacht wer
 den. F. Ulrich Hartl: Studium der Humanmedizin an der Universität Heidelber
 g, Promotion (1985), Habilitation (1990), Forschungstätigkeiten am Institut
  für Physiologische Chemie München (1987-1989, 1990-1991), an der Universit
 y of California in Los Angeles (1989-1990), am Sloan-Kettering Institute un
 d an der Cornell University in New York (1993-1997), seit 1997 Direktor am 
 Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, Ehrungen: Vinci Award (19
 96), Lipmann Award of the American Society of Biochemistry and Molecular Bi
 ology (1997), Honorarprofessur an der Universität München (1997), korrespon
 dierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften 
 (1997), EMBO Mitglied (1998), Akademie-Preis der Berlin-Brandenburgischen A
 kademie der Wissenschaften (1999), Wilhelm Vaillant Prize (2000), Foreign H
 onorary Member of the American Academy of Arts and Sciences (2000), Gottfri
 ed-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2002), Feldb
 erg Prize (2003), Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (200
 4), International-Gairdner-Award der Gairdner Foundation Kanada (2004), Ern
 st-Jung-Preis für Medizin (2005).Forschungsschwerpunkte: Faltung von Protei
 nen, molekulare Chaperone, degenerative neurologische Erkrankungen, Biogene
 se von ZellorganellenSeit 2002 ist F. Ulrich Hartl Mitglied der Deutschen A
 kademie der Naturforscher Leopoldina (Teilsektion Zellbiologie).Kontaktadre
 sse: Prof. Dr. F. Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochem
 ie, Am Klopferspitz 18 , 82152 Martinsried
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