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SUMMARY:Regulation der Genexpression durch Steroid-Hormonrezeptoren.
DESCRIPTION:Die Steroidhormone der Nebennierenrinde (Glukokortikoide, Miner
 alokortikoide) beeinflussen entscheidend den Kohlenhydrat- und Proteinstoff
 wechsel sowie den Salzhaushalt von Mensch und Tier. Sie werden wegen ihrer 
 hohen entzündungshemmenden und antiallergischen Wirkung zum Beispiel bei Rh
 euma, Asthma, Allergien und Entzündungen als Arzneimittel eingesetzt. Mit d
 er Wirkungsweise von Steroidhormonen auf die Differenzierung und Funktion v
 on Zellen und Geweben beschäftigt sich die Abteilung von Günther Schütz am 
 Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Steroidhormone binden, um i
 hre Wirkung zu entfalten, mit hoher Spezifität an intrazelluläre Rezeptoren
 , wodurch diese genregulatorischen Proteine aktiviert werden. Die aktiviert
 en Proteine binden an spezifische Erkennungssequenzen an die DNA oder beein
 flussen durch Protein/Protein-Wechselwirkung die Genaktivität, indem sie di
 e Transkription von Zielgenen hemmen oder aktivieren. Diese Zielgene bilden
  ein genetisches Netzwerk, dessen koordinierte Aktivität die physiologische
  Antwort auf das Hormonsignal bestimmt. Auf die Wirkungsweise dieser hormon
 abhängigen Signalkette in der zell- und entwicklungsspezifischen Genaktivie
 rung wird Schütz in seinem Vortrag besonders eingehen. Seine molekulargenet
 ischen und biochemischen Untersuchungen an Tiermodellen (Mausmutanten, knoc
 k-out- Mäuse) haben zu wesentlichen neuen Erkenntnissen über die molekulare
 n Mechanismen des Lernens, der Entstehung und Regulation der Drogenabhängig
 keit, der Frühentwicklung des Nervensystems, der Hämatopoese und des Körper
 baus geführt.Günther Schütz studierte Humanmedizin an den Universitäten Fra
 nkfurt/Main, Bern (Schweiz) und Gießen; 1967 Promotion in Marburg; 1967- 19
 69 Medizinalassistent an der FU Berlin; 1969-1974 Post-doctoral Fellow, dan
 ach 1974-1975 Assistant Professor am Institute of Cancer Research der Colum
 bia University, New York; 1979 Habilitation für Physiologische Chemie an de
 r FU Berlin; 1975- 1980 Arbeitsgruppenleiter am MPI für Molekulare Genetik,
  Berlin; seit 1980 Abteilungsleiter "Molekularbiologie der Zelle I" am Deut
 schen Krebsforschungszentrum Heidelberg und Professor für Molekularbiologie
  der Universität Heidelberg. Forschungsschwerpunkt: Molekulare Kontrolle vo
 n Entwicklung und Differenzierung durch Steroidhormone.Günther Schütz erhie
 lt namhafte Auszeichnungen, den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutsch
 en Forschungsgemeinschaft (1987), die Europäische Medaille der "Society of 
 Endocrinology" (1997) und den Max-Plack- Forschungspreis für Internationale
  Kooperation (1998). Er ist Mitglied internationaler Akademien und wissensc
 haftlicher Vereinigungen. Im Jahr 2000 wählte die Deutsche Akademie der Nat
 urforscher Leopoldina Günther Schütz zum Mitglied (Sektion Genetik/Molekula
 rbiologie und Zellbiologie).Kontaktadresse: Prof. Dr. Günther Schütz, Deuts
 ches Krebsforschungszentrum, Abteilung Molekularbiologie der Zelle I, Im Ne
 uenheimer Feld 280, D-69120 Heidelberg
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