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SUMMARY:Sisyphos im Maschinenraum. Zur Geschichte fehlerhafter Menschen
DESCRIPTION:Autonome Autos fahren besser als Menschen, Maschinen treffen an
 geblich bessere Entscheidungen als emotionale und subjektiv agierende Mensc
 hen, Roboter sind höflicher als Menschen. Fast täglich finden sich solche A
 ussagen in den Medien, populärwissenschaftlicher Literatur oder technikwiss
 enschaftlichen Kreisen. Maschinen scheinen den Menschen in vielerlei Hinsic
 ht überlegen zu sein, so dass in jüngster Zeit gar befürchtet wird, sie wür
 den die Menschen überflüssig machen. Menschen und Maschinen werden verglich
 en – und der Vergleich geht zunehmend zu Ungunsten der Menschen aus. Doch s
 eit wann ist das so? Und stimmt es überhaupt?\n\nDer Vortrag rekonstruiert 
 die Geschichte der Figur fehlerhafter Menschen und fragt nach ihren Konsequ
 enzen. Dass Menschen fehlerhaft sind, gilt als selbstverständlich. Menschli
 che Mängel sind gar Thema verschiedener Ursprungsmythen (Mängelwesen, Adam 
 und Eva). Jedoch haben sich die Definitionen und Interpretationen, was jewe
 ils als fehlerhaft gilt, im Laufe der Zeit verändert. Der Vortrag nimmt die
  menschliche Fehlerhaftigkeit in den Blick, die entstand, als Menschen bega
 nnen, sich mit Maschinen zu vergleichen. So etablierte sich zu Beginn des 1
 9. Jahrhundert eine neue Figur menschlicher Fehlerhaftigkeit, die schnell z
 u einer Grundkonfiguration der Moderne wurde und die tiefgreifende und daue
 rhafte Auswirkungen hatte, insbesondere, weil die Überwindung menschlicher 
 Fehler mittels Technik einherging und mit dem Versprechen einer besseren We
 lt verknüpft wurde.\n\nDie Geschichte der Figur fehlerhafter Menschen in ei
 ner technologischen Welt bringt jedoch einige interessante Paradoxien ans L
 icht, die der technologischen Moderne inhärent sind und die Menschen letztl
 ich zum Sisyphos machen und die deutlich machen, dass Menschen die Maschine
 n überfordern.\n\nMartina Heßler ist Professorin für Technikgeschichte an d
 er Technischen Universität Darmstadt. In ihren Forschungen beschäftigt sie 
 sich mit dem Mensch-Maschinen-Verhältnis, Emotionsgeschichte und insbesonde
 re Technikemotionen sowie Stadtgeschichte mit einem Fokus auf Wissenschafts
 -, Technik- und Industriestädte.\n\nEs laden Sie herzlich ein: Prof. Dr. Ra
 iner Godel, Prof. Dr. Dieter Hoffmann ML und Prof. Dr. Christina Brandt ML\
 n\nML = Mitglied der Leopoldina\n\nKontakt\n\nProf. Dr. Rainer GodelLeiter 
 der Abteilung Zentrum für WissenschaftsforschungE-Mail: lzfw@leopoldina.org
 \n\nWeitere Informationen\n\nDie Veranstaltung richtet sich an alle fachlic
 h Interessierten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht er
 forderlich. Die Veranstaltung wird ausschließlich online via Zoom übertrage
 n: https://leopoldina-org.zoom.us/j/95448644487\n\nEs gelten die Datenschut
 zrichtlinien des Anbieters.
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