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SUMMARY:Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad.
DESCRIPTION:Eine Solarzelle wandelt die Energie des Sonnenlichts unmittelba
 r in elektrische Energie um. Abgas oder Abfall entsteht nicht; Lärm wird ni
 cht erzeugt, denn eine Zelle arbeitet ohne bewegte Teile. Das Sonnenlicht d
 ringt in das halbleitende Zellenmaterial ein und setzt dort ein negativ gel
 adenes Elektron frei, in der Elektronenverteilung entsteht so ein positiv g
 eladenes Loch. Beide Elektrizitätsträger, Loch und Elektron, gelangen über 
 Kontakte nach außen, Strom und Spannung werden verfügbar – wie in einer übl
 ichen Batterie. Silizium, das wichtigste Material zur Herstellung von Solar
 zellen, ist ein besonders gutes Material, denn es ist absolut ungiftig und 
 in großen Mengen vorhanden, also billig. Der Wirkungsgrad der Energieumwand
 lung liegt derzeit allerdings bestenfalls bei etwa 30 %. Hans-Joachim Queis
 ser, der vor etwa vierzig Jahren die theoretischen Grundlagen für die Solar
 technik erarbeitete, wird in seinem Vortrag technische Verwirklichungen mod
 erner Solarzellen für die Anwendung im Weltraum oder auf der Erde beschreib
 en. Er wird darüber hinaus Ansätze zur Verbesserung des Wirkungsgrades und 
 der dringend notwendigen Senkung der Produktionskosten vorstellen.Hans-Joac
 him Queisser hat in Berlin, den USA und Göttingen Experimentalphysik studie
 rt. Nach der Promotion ging er 1959 nach Kalifornien zu William Shockley, d
 em Nobelpreisträger und Transistorerfinder, wo er die heute absolut anerkan
 nte Theorie des maximalen Wirkungsgrads von Solarzellen entwickelte. Von 19
 64 bis 1966 arbeitete er in den berühmten Bell Telephone Laboratorien an op
 toelektronischen Problemen. Sein wichtigstes Patent beschreibt eine Infraro
 t-Leuchtdiode, die in Massenstückzahlen für Fernseh-Fernbedienungen genutzt
  wird. 1966 kam er als Ordentlicher Professor nach Frankfurt/Main, dann 196
 9 als Gründungsdirektor an das Max-Planck-Institut für Festkörperphysik in 
 Stuttgart. Er erwarb sich nationale wie internationale Anerkennung in zahll
 osen wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Gremien und wurde viel
 fältig mit Ehrendoktorwürden, Medaillen, Mitgliedschaften und Ehrenmitglied
 schaften von Akademien ausgezeichnet. Er war Präsident der Deutschen Physik
 alischen Gesellschaft, lange Jahre Berater des Bundesforschungsministers, s
 tellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Wacker- Chemitronic, dem dam
 als größten Hersteller von Siliziumkristallen. Seit 1994 ist er Mitglied de
 r Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Sektion Physik und Astro
 physik/Astronomie).
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