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SUMMARY:Spielen mit Grenzflächen – Batterien, druckbare Elektronik und scha
 ltbare Magnete
DESCRIPTION:Die große Vielfalt von Defekten in Materialien stellt das Handw
 erkszeug für Materialforscher zur Einstellung und Optimierung von strukture
 llen und funktionellen Eigenschaften dar. Defektfreie Materialien sind in d
 er modernen technologischen Anwendung bis auf wenige Ausnahmen, wie zum Bei
 spiel einkristallines Silizium, praktisch nicht vertreten. Äußere Grenzfläc
 hen, zum Beispiel Oberflächen, und innere Grenzflächen, wie Korngrenzen, st
 ellen eine besondere Gruppe von zweidimensionalen Defekten dar. Durch den g
 ezielten Einsatz von Grenzflächen können mechanische, elektrische, magnetis
 che, katalytische, und viele andere Eigenschaften sehr stark beeinflusst we
 rden. So steigt zum Beispiel in polykristallinen Metallen die Festigkeit mi
 t kleiner werdender Korngröße, also zunehmendem Volumenanteil an Korngrenze
 n, stark an, bei magnetischen Materialien variiert die Koerzitivfeldstärke 
 in komplizierter Weise als Funktion der Korngröße und katalytisch inaktives
  Gold wird katalytisch aktiv, wenn die Katalysatorteilchen eine bestimmte G
 röße unterschreiten. Zusätzlich müssen zahlreiche weitere Faktoren, wie bei
 spielsweise die Zusammensetzung und die kristallographischen Orientierungen
 , berücksichtigt werden. Materialwissenschaftler nutzen diese Spielwiese mi
 t Grenzflächen, um gewünschte Eigenschaften einzustellen. In den vergangene
 n Jahrzehnten wurde mehr und mehr ausgenutzt, dass sich bei extremer Verkle
 inerung der Strukturgrößen in Materialien bis in den Nanometer-Bereich und 
 der zunehmenden Dominanz der Grenzflächen die Strukturen und Eigenschaften 
 nochmals drastisch beeinflussen lassen. Neben diesen strukturellen Grenzflä
 chen werden zunehmend geladene Grenzflächen, zum Beispiel zwischen einem fu
 nktionellen Material und einem Elektrolyten, betrachtet. Dies führt zu Mate
 rialeigenschaften, die durch kleine elektrische Potentiale teilweise massiv
  und in reversibler Weise verändert werden können.  Im Vortrag werden die g
 rundlegenden Aspekte des Spielens mit Grenzflächen erläutert und im Anschlu
 ss das Potential beispielhaft für die wichtigen Anwendungsfelder Batterien,
  druckbare Elektronik und schaltbare Magnete im Zusammenhang mit der Rolle 
 der Grenzflächen vorgestellt.\n\nWeitere Informationen und Anmeldung\n\nDie
  Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. 
 Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.\n\nKontakt\n\nHelga SiddellReferenti
 n des PräsidiumsTel.: 030 203 8997 - 412E-Mail: helga.siddell@leopoldina.or
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LOCATION:Karlsruhe
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