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SUMMARY:Stammzellen in der Reproduktionsmedizin - Fakten, Hoffnungen und Be
 denken.
DESCRIPTION:Beim Blutkrebs (Leukämie) werden auf Grund einer Veränderung de
 s Erbmaterials einzelner Zellen weiße Blutkörperchen unkontrolliert im Über
 maß produziert, die anschließend normale Blutzellen verdrängen. Warum Leukä
 mie auftritt und warum der Körper die veränderten Zellen nicht erkennt, ist
  in vielen Fällen unklar. Eine mögliche Therapie der Leukämie ist die Stamm
 zelltransplantation. Stammzellen haben die Fähigkeit, in alle Zellen des Bl
 utes auszureifen. Über viele Jahre war die Entnahme von Knochenmark aus gee
 igneten Spendern die wichtigste Quelle zur Gewinnung von Stammzellen. Wolfg
 ang Holzgreve wird in seinem Vortrag erläutern, dass Nabelschnurblut, welch
 es bei der Geburt aufgefangen werden kann, besonders reich an Stammzellen i
 st und sich für die Behandlung Leukämie-Kranker bestens eignet. Im Prinzip 
 lassen sich diese Stammzellen auch konservieren, um sie bei späterer Erkran
 kung dem Spender zurückgeben zu können, eine wissenschaftlich wie ethisch n
 eue Herausforderung für den Mediziner. Stammzelltransplantationen werden ab
 er auch seit kurzem erfolgreich vor der Geburt (in- utero) angewendet, um a
 ngeborene schwere Erkrankungen des Immunsystems zu behandeln.Wolfgang Holzg
 reve studierte Humanmedizin in Münster und absolvierte seine Facharztausbil
 dung an der Frauenklinik in Münster, unterbrochen von einem längeren Forsch
 ungsaufenthalt am Department of Obstetrics, Gynecology and Reproductive Sci
 ences der University of California in San Francisco. 1991 übernahm er in Mü
 nster eine C3-Professur für Frauenheilkunde, seit 1995 ist er Ordinarius fü
 r Geburtshilfe an der Universitäts-Frauenklinik in Basel. Zu seinen wissens
 chaftlichen Schwerpunkten zählt die vorgeburtliche Diagnostik, die versucht
 , Missbildungssyndrome und Störungen der Geschlechtsdifferenzierung pränata
 l zu erfassen. Er hat diese diagnostischen Verfahren immer weiter präzisier
 t und verfeinert. Ziel ist es, angeborene Fehlbildungen frühzeitig zu erken
 nen, und er hat dazu auch ein Patent erworben. Holzgreve hat vielfältige Au
 szeichnungen erhalten. Er ist u.a. Träger des Forschungspreises der Haacker
 t-Stiftung zur Förderung der Pränatalen Medizin (1993) und erhielt die Ehre
 ndoktorwürde der Medizinischen Universität Debrecen, Ungarn (1994). Im Jahr
  2001 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Wolfgang Ho
 lzgreve zum Mitglied (Sektion Gynäkologie und Pädiatrie).
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