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SUMMARY:Strahlenanwendung in Krankenversorgung und medizinischer Forschung 
 - Das Prinzip der Rechtfertigung
DESCRIPTION:Ionisierende Strahlung, wie sie u.a. massiv bei den Atombombena
 bwürfen auf Hiroshima und Nagasaki oder der Reaktorkatastrophe von Tscherno
 byl freigesetzt wurde, kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit des 
 Menschen haben. Allerdings werden direkte gesundheitliche Effekte dieser Fo
 rm der Strahlenexposition auf menschliches Gewebe häufig mit indirekten, ge
 sellschaftlichen Folgen derartiger Katastrophen in der öffentlichen Wahrneh
 mung vermischt. Dies führt häufig zu einer Überbewertung der gesundheitlich
 en Risiken von Strahlenexpositionen. Unter dem Aspekt der Rechtfertigung de
 r Anwendung ionisierender Strahlung in der Krankenversorgung und in der med
 izinischen Forschung ist jedoch zu fordern, dass direkte gesundheitliche Fo
 lgen der Strahlenwirkung klar von mit Strahlenkatastrophen verbundenen indi
 rekten gesellschaftlichen Auswirkungen getrennt betrachtet werden. Auf der 
 Basis der Empfehlung unabhängiger internationaler Expertenkommissionen wurd
 e in den letzten Jahrzehnten weltweit ein System zur Rechtfertigung der Anw
 endung ionisierender Strahlung in der Medizin entwickelt, dass sowohl auf d
 ie Krankenversorgung als auch die medizinische Forschung anzuwenden ist. Hi
 erauf basieren auch die in Deutschland und Europa gültigen Rechtsnormen. De
 r Vortrag wird darstellen, dass Probanden und Patienten hierdurch wirkungsv
 oll geschützt sind.   \n\nProf. Dr. Christoph Reiners\n\n  Christoph  Reine
 rs ist Nuklearmediziner und hat bis 2010 die Klinik und Poliklinik für Nukl
 earmedizin der Universität Würzburg geleitet. Seitdem ist er hauptamtlicher
  Ärztlicher Direktor dieses Universitätsklinikums. Er leitet das nationale 
 Zentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Strahlenunfallmanagement 
 am Universitätsklinikum Würzburg. Er ist seit über 20 Jahren Mitglied versc
 hiedener Gremien der Strahlenschutzkommission beim Bundesministerium für Um
 welt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Wissenschaftlich beschäftigt er si
 ch vor allem mit den Auswirkungen ionisierender Strahlung auf die Schilddrü
 se und der Diagnose und Behandlung des strahleninduzierten Schilddrüsenkreb
 ses. Für seine Unterstützung der von der Tschernobyl-Katastrophe betroffene
 n Bevölkerung Weißrusslands wurde er mit der Ehrendoktorwürde der Universit
 ät Minsk ausgezeichnet.\n\nKontakt\n\nKatharina SchmidtVeranstaltungsmanage
 mentTel. 0345 47239-928katharina.schmidt@leopoldina.org
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