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SUMMARY:Vorhofflimmern - eine häufige Rhythmusstörung aus phamakologischer 
 Sicht.
DESCRIPTION:Ein ganzes Menschenleben lang schlägt ein gesundes Herz regelmä
 ßig und pumpt Blut durch den Körper. Voraussetzung hierfür sind bioelektris
 che Vorgänge. Eine geordnete Erregungswelle breitet sich von einem elektris
 chen Impulsgeber, dem Sinusknoten, über die Vorhöfe auf die Herzkammern aus
  und führt zu einer koordinierten Kontraktion aller Herzabschnitte. Eine de
 r häufigsten Rhythmusstörungen ist das Vorhofflimmern. Es betrifft vorwiege
 nd ältere Menschen mit zusätzlichen Erkrankungen wie hohem Blutdruck, Herzk
 lappenfehlern, Herzschwäche oder Diabetes. Statt einer geordneten elektrisc
 hen Erregungswelle über die Herzvorhöfe zu den Herzkammern treten anscheine
 nd völlig chaotisch viele kleine Erregungswellen gleichzeitig auf und verhi
 ndern, dass die Vorhöfe sich koordiniert zusammenziehen. Als Folge können s
 ich Blutgerinnsel an der Vorhofwand bilden, die abreißen und einen Schlagan
 fall auslösen können. Das hohe Schlaganfallrisiko für Patienten mit Vorhoff
 limmern macht eine lebenslange Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten
  notwendig. Diese Therapie ist aber nicht ungefährlich und so wird nach Med
 ikamenten für die Normalisierung des Vorhofrhythmus gesucht, die eine Gerin
 nungshemmung überflüssig machen. Obwohl wir heute viel darüber wissen, mit 
 welchem Teufelskreis sich einmal aufgetretenes Vorhofflimmern immer weiter 
 selbst unterhält, kennen wir noch immer nicht das Mittel zur Durchbrechung 
 und anhaltenden Unterdrückung von Vorhofflimmern, aber eine Reihe neuer Ent
 wicklungen weist vielversprechende Behandlungswege auf.Ursula Ravens: Studi
 um der Humanmedizin in Freiburg und Wien, Promotion in Freiburg (1969), App
 robation als Ärztin (1970), Fachärztin für Pharmakologie (1977), Habilitati
 on und Lehrbefugnis für das Fach Pharmakologie (1979), Professorin (C3) für
  Herz- und Kreislaufpharmakologie an der Universität - Gesamthochschule Ess
 en (1985-1997), Professorin (C4) für Pharmakologie und Direktorin des Insti
 tuts für Pharmakologie und Toxikologie an der Technischen Universität Dresd
 en (seit 1997). Forschungsschwerpunkte: Kardiale zelluläre Elektrophysiolog
 ie; inotroper Wirkmechanismus verschiedener Substanzen; α1-Adrenorrezeptor-
 Agonisten; Antiarrhythmika. Im Jahr 2001 wählte die Deutsche Akademie der N
 aturforscher Leopoldina Ursula Ravens zum Mitglied (Sektion Physiologie und
  Pharmakologie/Toxikologie).Kontaktadresse: Prof. Dr. Ursula Ravens, Techni
 sche Universität Dresden, Medizinische Fakultät C. G. Carus, Institut für P
 harmakologie und Toxikologie, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
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