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SUMMARY:Wahrnehmen und Steuern: Sensorsysteme in Biologie und Technik
DESCRIPTION:Zielgerichtete Interaktionen von Lebewesen untereinander und mi
 t der unbelebten Welt werden ausschließlich durch die sensorischen Systeme 
 des Organismus gesteuert, die chemische und physikalische Reize wahrnehmen 
 und verarbeiten können. Sinneseindrücke – zum Beispiel optische, akustische
  oder haptische Eindrücke – haben Einfluss auf unser Verhalten und auf unse
 re Gefühlswelt, sie sind an der Entstehung von Angst, Freude, Zu- und Abnei
 gung beteiligt. Zusätzlich besitzen Lebewesen Sensoren, die eng verknüpft m
 it Basisfunktionen des Körpers Blutdruck, Hunger, Durst und Geschlechtstrie
 b steuern, aber auch Abhängigkeiten erzeugen können, zum Beispiel die Compu
 ter-Spielsucht.\n\nAus der Verarbeitung der Sinneseindrücke in der Großhirn
 rinde und ihrer Verknüpfung mit früher erlebten sensorischen Assoziationen 
 entstehen die für den Menschen spezifischen komplexen Empfindungen von Ästh
 etik, Musik und bildender Kunst und das Gefühl für Form und Schönheit.\n\nA
 nalog dazu haben technische Sensoren die moderne Lebenswelt erobert und ste
 uern viele Funktionen unseres Alltags. In der elektronischen Kommunikation 
 werden besondere Anforderungen an unsere Sinnessysteme und ihre Interaktion
  mit der Technik gestellt. Dabei werden unsere Wahrnehmungsleistungen von d
 er Technik beeinflusst. \n\nNicht zuletzt ist Wahrnehmen und Steuern ein Gr
 undelement moderner Entwicklungsbiologie und medizinischer Therapiekonzepte
 . Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung von aktiven Prothesen und funktion
 alisierten Implantaten, die mit dem Körpergewebe von Patienten in Wechselwi
 rkung treten. Im Zusammenhang mit solchen medizinischen Anwendungen macht d
 ie Verbindung von Wahrnehmen und Steuern eine systematische Analyse notwend
 ig, wo die Grenzen des Machbaren und des Wünschbaren liegen.\n\nFoto: Marku
 s Scholz für die Leopoldina
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