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SUMMARY:Wie wächst ein Keim? - Strukturbildung bei Schneeflocken, Ölförderu
 ng, Metallurgie und Bakterienkolonien
DESCRIPTION:Die Natur erfreut uns mit einer Vielfalt von Formen und Mustern
 , von Eisblumen und Schneeflocken über bizarre Gesteinsformationen bis zu W
 olkentürmen. Das wunderbare Wechselspiel von Ordnung und Chaos, von kompakt
 en und fraktalen Strukturen, lässt sich erstaunlicherweise aus einheitliche
 n Konzepten erklären und jeweils auf wenige Grundregeln zurückführen. Was h
 aben nun etwa Schneeflocken und Bakterienkolonien gemeinsam? In beiden Fäll
 en beginnt das Wachstum mit einem ersten Keim, einem angeflogenen Bakterium
  oder einem winzigen Kriställchen, dem sprichwörtlichen "Kristallisationske
 im", welcher durch thermische Fluktuationen aus unterkühltem Wasserdampf en
 tsteht. Die dann folgende dynamische Entwicklung der vielfältigen Formen er
 folgt unter Anlieferung von Nahrung, Zuführung von Feuchte oder Ableitung v
 on Wärme. Es ergibt sich hieraus eine Vielfalt von Formen und Mustern, von 
 kompakten und fraktalen Strukturen, ein wunderbares Wechselspiel von Ordnun
 g und Chaos. Erstaunlicherweise lassen diese unterschiedlichen Prozesse sic
 h mit einer einheitlichen Theorie zusammenfassen, basierend auf nur wenigen
  Ausgangsgrößen. Die Ergebnisse der in den letzten Jahren hierzu entwickelt
 en physikalischen Theorie zur Selbstorganisation und Strukturbildung an Gre
 nzflächen haben Auswirkungen im Gießereiwesen, bei der Ölförderung, der Chi
 pherstellung und in der Verfahrenstechnik.Heiner Müller-Krumbhaar: Physik-S
 tudium, Diplom (1970) und Promotion (Dr. rer. nat.) an der TU München, Theo
 retische Physik (1973); Postdoktorandenaufenthalte: IBM-Forschungslabor Zür
 ich, Institut für Festkörperforschung Jülich, Carnegie-Mellon University Pi
 ttsburgh, USA; Habilitation an der Universität Köln, Theoretische Physik (1
 977); Professor für Ttheoretische Physik an der TU Hannover (1978); Lehrstu
 hl für Theoretische Physik an der RWTH-Aachen und Direktor des Instituts "T
 heorie III" am Institut für Festkörperforschung, Forschungszentrum Jülich (
 seit 1981). Walter-Schottky Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
  (DPG) (1979); Sprecher des FDachverbandes "Dynamik und Statistische Physik
 " der DPG (1997-2000), Sprecher des Arbeitskreises Schulphysik der Hochschu
 len von NRW (seit 1998), Mitglied des Vorstandsrats der DPG (2000), Editor-
 in-Chief für Europhysics Letters (2001-2003), Mitglied des Vorstands der DP
 G (2001-2002), Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepubl
 ik Deutschland (2002), Sprecher des Forschungsprogramms "Kondensierte Mater
 ie" der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungseinrichtungen (seit 2003
 ), Gastprofessuren in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Forschungssch
 werpunkt: Theoretische Physik (Statistische Physik). Seit 2002 ist Heiner M
 üller-Krumbhaar Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldin
 a (Sektion Physik).Kontaktadresse: Prof. Dr. Heiner Müller-Krumbhaar, Forsc
 hungszentrum Jülich GmbH, Institut für Festkörperforschung, D-52425 Jülich
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