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SUMMARY:Wie Zellen ihr Schicksal festlegen: Die Entwicklung spezialisierter
  Zelltypen aus embryonalen Zellen und Stammzellen.
DESCRIPTION:Während der Embryonalentwicklung kommt es zu einer fortschreite
 nden Spezialisierung von Zellen. Das Programm, dem die verschiedenen Zellar
 ten folgen, entwickelt sich in der Regel aus einem Zusammenspiel induktiver
  Prozesse und zellautonomer Einflüsse, die in dem "molekularen Gedächtnis" 
 einer jeden Zelle niedergelegt sind. Das Schicksal einiger Zelltypen, so z.
 B. von Skelettmuskelzellen, aber auch von Neuronen, wird von bestimmten Gen
 en gesteuert, die über das Schicksal der Zellen entscheiden. In den letzten
  Jahren konnte eine Vielzahl von Genen identifiziert werden, die eine permi
 ssive oder instruktive Bedeutung für die Festlegung des Zellschicksals habe
 n oder für eine gerichtete Verteilung von determinierten Zellen im Organism
 us verantwortlich zeichnen. Viele dieser Gene sind nicht nur für die ontoge
 netische Festlegung von Zellschicksalen verantwortlich, sondern spielen auc
 h eine entscheidende Rolle bei Reparaturvorgängen im erwachsenen (adulten) 
 Organismus, was zu einer Erneuerung oder Reparatur vieler Organe aus adulte
 n Stammzellen führen kann. Das komplexe Wechselspiel der verschiedenen perm
 issiv und instruktiv wirkenden Gene zu verstehen, ist das primäre Anliegen 
 der Forschung von Thomas Braun, über die er in seinem Vortrag berichten wir
 d. Sie ist gleichzeitig von größter Bedeutung für eine biomedizinische Fors
 chung, die auf mögliche therapieorientierte Anwendungen abzielt.Thomas Brau
 n hat Medizin und Philosophie in Göttingen und Hamburg studiert und wurde m
 it einem humangenetischen Thema promoviert (1987). Neben wissenschaftlicher
  Tätigkeit in Hamburg erfolgten Forschungsaufenthalte an der Universität Ox
 ford, beim Medical Research Council, Cambridge, UK, und am Whitehead Instit
 ute for Biomedical Research des MIT in Cambridge, USA. Nach der Habilitatio
 n in Hamburg (1993) forschte er am Institut für Biochemie und Biotechnologi
 e der TU Braunschweig (1992-1997), von 1997 bis 1998 war er C3-Professor fü
 r Medizinische Strahlenkunde und Zellforschung am gleichnamigen Institut in
  Würzburg. Seit 1998 ist er Professor (C4) für Biochemie und Direktor des I
 nstituts für Physiologische Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle-W
 ittenberg. Forschungsschwerpunkt: Differenzierung und Pathobiochemie von Mu
 skelzellen.Thomas Braun ist seit 2000 Prodekan für Forschung und Struktur d
 er Medizinischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg.Im Jahr 2001 wäh
 lte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Thomas Braun zum Mit
 glied (Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin).Kontaktadresse: Prof. D
 r. Dr. Thomas Braun, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut f
 ür Physiologische Chemie, Hollystr. 1, D-06097 Halle (Saale)
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