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SUMMARY:Wissenschaft und Diplomatie. Das Beispiel der Max-Planck-Gesellscha
 ft und die Entwicklung ihrer Beziehungen zur Sowjetunion und China.
DESCRIPTION:Das Zusammenspiel von Wissenschaft und Diplomatie während des K
 alten Krieges ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Wissensc
 haftsgeschichte gerückt. Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hingegen drängte
  es nach der hochproblematischen Einbindung ihrer Vorgängerin, der Kaiser W
 ilhelm Gesellschaft, in die NS-Expansions- und Vernichtungspolitik keineswe
 gs erneut auf die internationale politische Bühne. Nach ihren Vorstellungen
  sollte universal gültiges Grundlagenwissen möglichst frei über nationale G
 renzen hinweg flottieren, Kollegen im In- und Ausland ungeachtet aller poli
 tischen Differenzen miteinander kooperieren können.Tatsächlich fand sich di
 e MPG während des Kalten Krieges gerade gegenüber den beiden größten ideolo
 gischen und geopolitischen Gegenspielern des Westens in zwei höchst differe
 nten Rollen wieder: Im Falle der Sowjetunion wurde sie seitens der staatlic
 hen Außenpolitik immer wieder darin behindert, hochattraktive wissenschaftl
 iche Kooperationen einzugehen. Im Falle Chinas hingegen übernahm sie die Ro
 lle des diplomatischen Türöffners für die bundesdeutsche Wirtschaft und des
  Entwicklungshelfers für die chinesische Wissenschaft – eine langjährige Do
 ppelrolle, in der die MPG sich für den globalisierten Wissenschaftsbetrieb 
 des 21. Jahrhunderts fit machen konnte. Die jüngsten geopolitischen Entwick
 lungen stellen hingegen gerade die wissenschaftlichen Kooperationen mit rus
 sischen und chinesischen Partnerorganisationen in Frage.\n\nCarola Sachse\n
 \nCarola Sachse ist Professorin (i.R.) an der Universität Wien und unterric
 htete dort bis 2016 Zeitgeschichte. Sie veröffentlichte im Bereich der Gesc
 hlechter-, Sozial- und Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Bis 20
 24 forschte sie als Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Wissen
 schaftsgeschichte zu den internationalen Beziehungen der Max-Planck-Gesells
 chaft.\n\nEs laden Sie herzlich ein:Prof. Dr. Christina Brandt ML, Prof. Dr
 . Dieter Hoffmann ML und Ronja Steffensky\n\nML = Mitglied der Leopoldina\n
 \nLivestream\n\nDie Veranstaltung wird online via Zoom übertragen.\n\nZum L
 ivestream\n\nEs gelten die Datenschutzrichtlinien des Anbieters.\n\nKontakt
 \n\nRonja SteffenskyKommissarische Leiterin der Abteilung Zentrum für Wisse
 nschaftsforschungE-Mail: lzfw@leopoldina.org
LOCATION:Halle (Saale) und Online
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