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SUMMARY:Wissenschaften im interkulturellen Dialog
DESCRIPTION:Im Zuge der Globalisierung vernetzen sich die Länder der Welt i
 mmer enger. Interkultureller Dialog statt Kulturimperialismus ist die Aufga
 be der Stunde, um das Zusammenleben und die Kooperation auf politischer, wi
 rtschaftlicher und kultureller Ebene zu gestalten. Doch wie stellt sich der
  internationale Austausch in den Wissenschaften dar? Diesem Thema widmet si
 ch die Jahresversammlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopold
 ina am 23. und 24. September 2016 in Halle. Die Hypothese: In den Wissensch
 aften droht, was inzwischen in anderen Bereichen mit Nachdruck abgelehnt wi
 rd: ein westlicher Kulturimperialismus.  In allen wissenschaftlichen Fächer
 n, von der Mathematik und Informatik über die Naturwissenschaften und Mediz
 in bis zu den Wirtschafts-, Sozial-, Technik- und Geisteswissenschaften, sc
 heinen sich die westlichen Wissenschaften mit ihren Begriffen, Argumenten, 
 Methoden und Theorien über den gesamten Globus auszubreiten. Bei der  Leopo
 ldina-Jahresversammlung 2016 prüfen Experten unterschiedlicher Fachrichtung
 en und Herkunft diesen Befund. Dabei sprechen sie über drei Kernfragen:\n\n
  	Kennt der Wissenstransfer tatsächlich nur eine Richtung, oder gibt es nic
 ht doch auch außerwestliche Einflüsse, die insbesondere in der Vergangenhei
 t sehr stark waren? Welche Institutionen, Mentalitäten und Weltanschauungen
  begünstigten das Schaffen neuen Wissens und seine Verbreitung über die Gre
 nzen von Kulturen hinweg? 	Nehmen sich nichtwestliche Wissenskulturen mehr 
 und mehr ein Recht darauf, sich von der westlichen Wissenskultur zu untersc
 heiden? In welchen Fächern und in welchen Kulturen geschieht dies deutlich 
 sichtbar, in welchen dagegen nicht? 	Wo genau beginnt und wie weit reicht i
 n den verschiedenen Wissenskulturen das Recht auf Unterschiedlichkeit, das 
 Recht auf Differenz, und wo widerspricht es dem Anspruch der Wissenschaften
  auf universale Geltung? 	All diesen Fragen ist gemeinsam, dass sie keine A
 ntworten vorwegnehmen. So sind die Teilnehmer der Jahresversammlung dazu au
 fgerufen, zu berichten, falls es in gewissen Disziplinen (fast) keine kultu
 rellen Unterschiede gibt und falls etwaige Unterschiede für die Wissenschaf
 t nur von sekundärer Bedeutung sind. \n\nDie wissenschaftliche Koordination
  der Jahresversammlung 2016 hat Prof. Dr. Otfried Höffe, Mitglied der Leopo
 ldina, übernommen.
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