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SUMMARY:Wissenschaftshistorisches Seminar „Die Kinder von Lewenberg. Von de
 r Großherzoglichen Bildungs‐ und Pflegeanstalt für geistesschwache Kinder z
 ur NS-Kinderfachabteilung Sachsenberg“
DESCRIPTION:Die Sozialgeschichte mental und/oder körperlich Behinderter ken
 nt zwei wesentliche Grundstrukturen („Schutz der Behinderten vor der Gesell
 schaft“ und „Schutz der Gesellschaft vor den Behinderten“). Beide ziehen si
 ch durch die Geschichte der Menschheit. Am Beispiel des Kinderheimes Lewenb
 erg bei Schwerin wird der Wandel von der Großherzoglichen Bildungs- und Pfl
 egeanstalt geistesschwacher Kinder (1867) in eine NS-Kinderfachabteilung (1
 940/41) nachgezeichnet. In Abhängigkeit der beruflichen Qualifikation des j
 eweiligen Direktors überwiegen mehr pädagogische oder mehr ärztliche  Gesic
 htspunkte in der Führung des Kinderheimes. Sie eskalierten in dem „Paradoxo
 n des Heilens durch Töten“ (Lifton, 1988). Ihm fielen zwischen 1940 und 194
 5 mindestens 450 Pfleglinge des Kinderheimes Lewenberg/Sachsenberg im Rahme
 n „planwirtschaftlicher Maßnahmen in den Heil- und Pflegeanstalten“ zum Opf
 er. Auf die Zwiespältigkeit dieses Paradoxons im Zusammenhang mit aktuellen
  Schwangerschaftsabbrüchen nach Pränataldiagnostik und optionalem Massenscr
 eening aller Schwangeren wird abschließend hingewiesen. Sybille Gerstengarb
 e, Dieter Hoffmann, Andreas Kleinert, Benno Parthier und Florian Steger lad
 en Sie herzlich ein.\n\nKontakt\n\nDr. Sybille GerstengarbeTel. 0345 / 47 2
 39 -131
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