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SUMMARY:Wissenschaftssprachen: Von der mehrsprachigen Welt zur Anglophonie
DESCRIPTION:Die Kommunikation in den Naturwissenschaften, jedenfalls die öf
 fentliche, geschieht heute fast aus-schließlich auf Englisch. Allerdings wa
 r das nicht immer so: In der Tat ist die Anglophonie eine recht neue Ersche
 inung, die sich seit ungefähr einem halben Jahrhundert entwickelt hat. In s
 einem Vortrag schildert Michael Gordin ML einen Übergang in drei Stufen von
  der Mehrsprachigkeit zur Englischsprachigkeit. Angefangen bei der primär d
 reisprachigen naturwissenschaftlichen Kommunikation um 1850, die sowohl in 
 Englisch, Französisch und Deutsch ablief, wandelt sich der Sprachgebrauch z
 unächst zu einer zweisprachigen (primär Englisch, sekundär Russisch) und le
 tztlich zu der dann vorherrschend einsprachigen heute.\n\nDabei steht die d
 eutsche Sprache im Fokus der Betrachtung: Sie schien vor rund hundert Jahre
 n auf dem besten Weg die dominante Naturwissenschaftssprache zu werden. Jed
 och führte ihr schroffer Niedergang, der bedingt war durch politische Umstä
 nde wie den Ersten Weltkrieg und durch kulturelle Entwicklungen in der Wiss
 enschaftsgemeinschaft, von einer mehrsprachigen zu einer einsprachigen Komm
 unikationsgemeinschaft in den Naturwissenschaften heute.\n\nMichael Gordin 
 ist Professor für Modern and Contemporary History an der Princeton Universi
 ty, New Jersey, USA, und seit 2019 Mitglied der Leopoldina. Zu seinen Forsc
 hungsschwerpunkten zählen die Geschichte der modernen Wissenschaft, Russisc
 he und Nukleargeschichte sowie Wissenschaftskommunikation.  Prof. Dr. Raine
 r Godel, Prof. Dr. Dieter Hoffmann ML und Prof. Dr. Christina Brandt ML lad
 en Sie herzlich ein.\n\nML = Mitglied der Leopoldina\n\nWeitere Information
 en\n\nZum Video\n\nKontakt\n\n Prof. Dr. Rainer GodelLeiter des Zentrums fü
 r WissenschaftsforschungE-Mail: lzfw@leopoldina.orgTel.: +49 (0)345 47 239 
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