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Wissenschaftsdiplomatie

Westbalkan-Prozess / Berliner Prozess

Westbalkan-Prozess / Berliner Prozess

Der Westbalkan-Prozess – auch bekannt als Berliner Prozess – ist eine gemeinsame Initiative 13 europäischer Länder und der Europäischen Kommission. Der Prozess unterstützt die Heranführung der Westbalkan-Länder an die Europäische Union und deren EU-Beitritt sowie die Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit. Dies umfasst Bereiche wie die Lösung bilateraler Probleme, die Konsolidierung der Rechtsstaatlichkeit, die Konnektivität und wirtschaftliche Entwicklung sowie eine stärkere Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und beim zwischengesellschaftlichen Dialog.

Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel fand am 28. August 2014 die Auftaktkonferenz für den Westbalkan-Prozess auf Ebene der Staats- und Regierungschefs in Berlin statt. Die nachfolgenden Gipfeltreffen fanden am 28. August 2015 in Wien (Österreich) und am 4. Juli 2016 in Paris (Frankreich) statt. Das 4. Westbalkan-Gipfeltreffen fand am 12. Juli 2017 in Triest (Italien) statt. Im Jahr 2018 soll das Gipfeltreffen im Vereinigten Königreich stattfinden.

14 Parteien sind derzeit am Prozess beteiligt: die Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Frankreich, Italien, Kosovo*, Kroatien, EJR Mazedonien, Montenegro, Österreich, Serbien, Slowenien und das Vereinigte Königreich sowie die Europäische Kommission.

Westbalkan-Prozess / Berliner Prozess – Gemeinsame Wissenschaftskonferenz

Die deutsche Bundesregierung ist an die Leopoldina herangetreten mit der Bitte, die Federführung im Bereich Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft zu übernehmen. Im Bewusstsein der großen Bedeutung dieses Vorhabens der Wissenschaftsdiplomatie, brachte die Leopoldina zentrale nationale Stakeholder der Bildungs- und Wissenschaftssysteme in einer neugegründeten Plattform zusammen, der sogenannten Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Westbalkan-Prozesses.

Die erste Konferenz fand vom 15. bis 17. Juli 2015 in Halle und Berlin statt und bildete den Ausgangspunkt für eine Reihe von jährlichen Konferenzen im Einklang mit den Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Darauffolgend fand die zweite Konferenz vom 22. bis 25 Mai 2016 in Wien (Österreich) statt. Die dritte Konferenz fand vom 14. bis 16. Juni 2017 in Paris (Frankreich) statt, 2018 soll die jährliche Konferenz in Italien ausgerichtet werden.

Den Kreis der Stakeholder bilden Nationalakademien, Rektorenkonferenzen, Forschungsorganisationen sowie herausragende, ad personam eingeladene Wissenschaftler, Nachwuchswissenschaftler und Experten. Vertreter (internationaler) Organisationen, der Europäischen Kommission, nationaler Regierungen sowie die Botschaften der beteiligten Länder können jeweils als Beobachter eingeladen werden.

Die Konferenzen beschäftigen sich mit den Herausforderungen und Lösungs- und Verbesserungsmöglichkeiten für die Bildungs- und Wissenschaftssysteme auf dem Westbalkan und in Südosteuropa. Die Ergebnisse werden in Gemeinsamen Stellungnahmen oder Communiqués zusammengefasst. Sie fließen in die jährlichen Westbalkan-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs ein.

ANSPRECHPARTNER

Leopoldina

Lucian Brujan

Referent der Abteilung Internationale Beziehungen

Tel. 0345 - 47 239 - 836
Fax 0345 - 47 239 - 839
E-Mail lucian.brujan @leopoldina.org