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Mitglied im Fokus | Montag, 1. April 2019

Claudia Felser mit James C. McGroddy Prize for New Materials ausgezeichnet

Die Chemikerin Claudia Felser, Direktorin am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden und Mitglied der Leopoldina, wird für ihre Arbeiten zu topologischen Halbmetallen mit dem James C. McGroddy Prize for New Materials gewürdigt. Sie teilt sich die Auszeichnung mit den Physikern Bogdan Andrei Bernevig und Xi Dai. Die Verleihung findet im März 2019 in Boston (USA) statt.

Claudia Felser erforscht sogenannte Heusler-Verbindungen, die besondere halbleitende und magnetische Eigenschaften haben und als neue Solarzellen oder Magnete genutzt werden können. Mit ihrem Team hat sie neue Heusler-Verbindungen entdeckt, unter anderem die Gruppen Mn2YZ und Cr2YZ. Aus diesen Gruppen könnten neue Hartmagnete erstellt werden, die ohne Seltene Erden auskommen. Solche Magnete stecken in Kernspintomografen, in Elektromotoren, Solar- und Windkraftanlagen, und sie werden zur Datenspeicherung eingesetzt. Darüber hinaus engagiert Felser sich in der Nachwuchsförderung und in der Förderung von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft.

Claudia Felser studierte Chemie und Physik an der Universität zu Köln, wo sie 1994 in Chemie promoviert wurde. Von 1996 bis 2001 war sie Assistenz-Professorin und Forschungsgruppenleiterin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Nachdem sie sich 2002 in Chemie habilitierte, ist sie seit 2003 Professorin für anorganische und analytische Chemie an der Universität Mainz. Seit 2011 ist sie Direktorin und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden. Die Leopoldina wählte Claudia Felser 2018 in die Sektion Chemie.

Der James C. McGroddy Prize for New Materials wird seit 1997 von der American Physical Society vergeben und ist mit 10.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 8.800 Euro) dotiert. Die Auszeichnung ehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Leistungen in der Erforschung und Anwendung neuer Materialien. Dies beinhaltet die Entdeckung neuer Materialarten, die Beobachtung neuartiger Phänomene sowie theoretische und praktische Arbeiten, die zum Verständnis dieser Phänomene beitragen.

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