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Mitglied im Fokus | Freitag, 6. Dezember 2019

Dagmar Schäfer mit Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Sinologin Prof. Dr. Dagmar Schäfer, Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin, mit dem Leibniz-Preis 2020. Schäfer erhält die Auszeichnung für ihre bahnbrechenden Beiträge zu einer globalen und vergleichenden Geschichte von Technik und Wissenschaft. Mit dem Preis sind 2,5 Millionen Euro an Forschungsmitteln verbunden.

Mit ihrer Forschung will Dagmar Schäfer aufdecken, wie sich Kategorien des Denkens und Innovationen im Laufe der Geschichte herausgebildet haben. Ihre Schwerpunkte liegen auf dem Wissen und Handeln in asiatischen Kulturen und der Vormoderne. Insbesondere beschäftigt sie sich mit dem China der Song- bis Ming-Dynastie (960 bis 1644). Diese Dynastien gelten als Epochen wirtschaftlichen Aufschwungs und Erfindergeistes. Zudem setzt Schäfer wissenschaftliche und technische Entwicklungen im China und Europa des 17. Jahrhunderts miteinander in Beziehung und eröffnet so vergleichende Perspektiven zu einer umfassenden Globalgeschichte.

Dagmar Schäfer studierte Sinologie, Japanologie und Politikwissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo sie 1996 promoviert wurde und sich im Jahr 2005 habilitierte. 2006 übernahm sie die Leitung einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin und wechselte 2011 auf den Lehrstuhl für China-Studien und Technikgeschichte an der Universität Manchester, UK. Seit 2013 ist sie Direktorin der Abteilung „Artefakte, Handeln und Wissen“ am MPIWG und seit 2015 Honorarprofessorin für Wissenschafts- und Technikgeschichte an der Technischen Universität Berlin. Die Leopoldina wählte Dagmar Schäfer 2014 zu ihrem Mitglied.

Der Leibniz-Preis wird von der DFG vergeben und ist der wichtigste deutsche Forschungsförderpreis. Das Preisgeld von 2,5 Millionen Euro können Preisträgerinnen und Preisträger bis zu sieben Jahre lang nach ihren Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden. Verliehen werden die Leibniz-Preise 2020 am 16. März in Berlin. Zu den Ausgezeichneten gehört auch Leopoldina-Mitglied Thorsten Bach.

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