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Peter Piot mit hohem japanischen Orden geehrt

Der Arzt und Mikrobiologe Peter Piot, Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine (UK) und Mitglied der Leopoldina, wurde vom japanischen Kaiser für seine Beiträge zur Förderung von Japans Anstrengungen auf dem Gebiet der Globalen Gesundheit geehrt. Er erhielt für seine Verdienste den „Grand Cordon of the Order of the Rising Sun“.

Peter Piot ist einer der Entdecker des Ebola-Virus. Er erforscht Infektionskrankheiten und Strategien dagegen. Unter anderem hat er Ausbreitungswege des HI-Virus entschlüsselt und Präventionsprogramme dagegen entwickelt. Piot war stellvertretender Direktor des globalen AIDS-Programms der WHO, Gründungsdirektor von UNAIDS und Vize-Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Piot wurde 1975 in Medizin an der Universität Gent (Belgien) promoviert, 1980 wurde an der Universität Antwerpen (Belgien) in Mikrobiologie. Ab 1986 war er Associate Professor an der Universität Nairobi (Kenia) und von 1988 bis 1992 Associate Director für öffentliche Gesundheit an der Freien Universität Brüssel (Belgien). Von 1992 bis 1995 war Piot stellvertretender Direktor des „Global Programme on AIDS“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Anschließend, von 1995 bis 2008, war er Gründungsdirektor von UNAIDS, dem gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, und Untergeneralsekretär der UNO. 2009 und 2010 hatte er den Lehrstuhl „Knowlegde against poverty“ am College de France, Paris (Frankreich) inne und war zugleich Direktor des Institute for Global Health am Imperial College London (UK). Seit 2010 ist er Professor für Global Health und Direktor der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Die Leopoldina wählte Peter Piot 2018 in die Sektion Mikrobiologie und Immunologie.

Peter Piot ist einer von insgesamt 135 ausländischen Staatsangehörigen, die für ihre Verdienste zur japanischen Kultur und Gesellschaft gewürdigt wurden. Mit Helmut Schwarz wurde diese Ehrung einem weiteren Leopoldina-Mitglied zuteil.

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