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Mitglied im Fokus | Mittwoch, 8. Juli 2020

Simone Fulda zur Präsidentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gewählt

Simone Fulda zur Präsidentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gewählt

Prof. Dr. Simone Fulda

Der Senat der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat Simone Fulda Ende Juni zur neuen Präsidentin der Hochschule gewählt. Die Medizinerin, derzeit an der Goethe-Universität Frankfurt tätig, wird ihr Amt in Kiel zum 1. Oktober 2020 antreten. Fulda ist seit 2018 Mitglied der Leopoldina und gehört der Sektion Gynäkologie und Pädiatrie an.

Als Präsidentin wird Fulda die Christian-Albrechts-Universität (CAU) nach außen vertreten und die laufenden Geschäfte regeln. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Die Krebs-Expertin sieht die CAU als weltweite Netzwerkuniversität und zentralen Akteur in Wissenschaft und Gesellschaft vor Ort. Zudem ist es ihre Vision, die CAU zu einer der 15 exzellenten Universitäten Deutschlands mit internationaler Sichtbarkeit zu entwickeln, so Fulda in einer Mitteilung der CAU nach ihrer Wahl.

Die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin erforscht die molekularen Grundlagen von Krebserkrankungen im Kindesalter. Dabei interessiert sie insbesondere, welche Mechanismen den programmierten Zelltod (Apoptose) bei Krebserkrankungen verhindern. Bei dieser Fragestellung ist die große Herausforderung, dass die Signalkette, die den Zelltod auslöst, von Tumor zu Tumor unterschiedlich ist. Fulda hat Störungen in der Apoptose von Turmorzellen gefunden, die Angriffspunkte für neue Medikamente bieten. So konnte sie nachweisen, dass bestimmte Stoffe (SMAC, second mitochondria-derived activator of caspases) die Tumorzellen für die Apoptose wieder sensibilisieren.

Simone Fulda studierte von 1988 bis 1995 Humanmedizin an der Universität zu Köln, der Harvard Medical School, Boston, der University of California, San Francisco, der University of Arizona (alle USA) und am University College Dublin (Irland). 1995 promovierte sie an der Universität zu Köln. Ihre Facharztausbildung absolvierte die 52-Jährige an den Universitätskinderkliniken Heidelberg und Ulm. Dazu kamen Postdoc-Aufenthalte am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und am Institut Gustave Roussy in Villejuif (Frankreich). Seit 2001 ist Fulda in der lebenswissenschaftlichen Forschung tätig, zunächst gefördert durch ein Heisenberg-Stipendium und anschließend durch eine Forschungsprofessur der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 2010 ist sie Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie und Professorin für Experimentelle Tumorforschung an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, an der sie seit 2018 auch das Amt der Vizepräsidentin für Forschung und akademische Infrastruktur ausübt.

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