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Mitglied im Fokus | Freitag, 25. September 2020

Zweifache Ehrung für Jens C. Brüning

Zweifache Ehrung für Jens C. Brüning

Prof. Dr. Jens C. Brüning

Leopoldina-Mitglied Jens C. Brüning erhält zwei Auszeichnungen für seine Forschung zu Adipositas und Diabetes mellitus: Für seine herausragenden Beiträge zum Verständnis der Stoffwechselmechanismen im Körper verleiht ihm die EASD-Novo Nordisk Foundation den Diabetes Prize for Excellence 2020 der European Association for the Study of Diabetes (EASD). Die Schering Stiftung würdigt ihn für die Verbindung von Klinik und Grundlagenforschung sowie für Lösungen im Umgang mit einem globalen Gesundheitsproblem mit dem Ernst Schering Preis 2020.

Jens Claus Brüning gehört zu den führenden Experten auf dem Gebiet der Stoffwechselforschung, in der er Grundlagen- und klinische Forschung zusammenführt. In seiner wissenschaftlichen Arbeit konzentriert er sich auf die neuroendokrinologischen Grundlagen der Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen Adipositas und Diabetes mellitus. Mit seinem Team hat der Endokrinologe wesentliche Studien zur Regulierung von Körpergewicht und Stoffwechsel durch das Gehirn vorgelegt. Insbesondere konnte er nachweisen, wie bestimmte Nervenzellgruppen im Hypothalamus die Nahrungsaufnahme und die Verfügbarkeit von Nahrung im Körper systemisch steuern und wie Adipositas-assoziierte Faktoren diese Steuerung stören. Diese Erkenntnisse bilden eine entscheidende Grundlage, um neue Ansätze zur Prävention und Therapie von Adipositas und Diabetes mellitus, von denen weltweit rund 30 Millionen Menschen betroffen sind, zu entwickeln.

Jens C. Brüning habilitierte sich 2002 für Innere Medizin und war von 2003 bis 2011 Professor für Genetik an der Universität Köln. Seit 2011 ist er Direktor der Poliklinik für Endokrinologie, Diabetologie und Präventivmedizin (PEDP) der Universitätsklinik Köln sowie Direktor am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln. Der Endokrinologe hat zahlreiche Preise erhalten, darunter 2007 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2017 wurde er als Mitglied in die Sektion Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften gewählt. Im Jahr darauf wurde er von Stifterverband und Leopoldina gemeinsam mit dem Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis ausgezeichnet.

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