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Prof. Dr.

Dieter Häussinger

Wahljahr: 2002
Sektion: Agrar- und Ernährungswissenschaften
Stadt: Düsseldorf
Land: Deutschland
CV Dieter Häussinger - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Hepatologie, Infektiologie, Hepatitische Enzephalopathie, Leberregeneration

Dieter Häussinger ist ein deutscher Internist, der auf dem Gebiet der Experimentellen und Klinischen Hepatologie arbeitet. Seine Schwerpunkte liegen auf der Erforschung von Mechanismen und Kommunikationsstrukturen bei Leberschädigung und Regeneration sowie auf der Untersuchung von Rückwirkungen auf andere Organsysteme.

Häussinger hat sich durch wichtige Beiträge im Bereich der experimentellen und klinischen Hepatologie ausgezeichnet und grundlegende Erkenntnisse zur Leberzellheterogenität, zur intra- und interzellulären Kommunikation und Signalübertragung in der Leber, zu Transportvorgängen, Aminosäurestoffwechsel, Leberregeneration und Apoptose sowie zur Rolle der Leber im Säurebasenhaushalt erarbeitet. Besonders zu erwähnen ist die Entdeckung des interzellulären Glutaminzyklus und die Regulation vielfältiger Zellfunktionen durch Änderungen der Zellhydratation.

Auf der Grundlage dieser zellbiologischen Arbeiten konnte er neue Konzepte zur Pathogenese der hepatischen Enzephalopathie sowie von cholestatischen und proteinkatabolen Zuständen entwickeln.

Werdegang

  • seit 2011 Direktor des Leber‐ und Infektionszentrums Düsseldorf
  • seit 2010 Direktor des Hirsch Institute of Tropical Medicine, Adama University, Äthiopien
  • 2005‐ 008 Geschäftsführender Direktor des Zentrums Innere Medizin und Neurologie am Universitätsklinikum Düsseldorf
  • 2005 Zusatzbezeichnung Infektiologie und Prüfer bei der Ärztekammer Nordrhein
  • seit 1994 Professor für Innere Medizin und Direktor der Klinik für Gastroenterologie,
  • Hepatologie und Infektiologie, Heinrich‐Heine‐Universität Düsseldorf
  • 1991‐1994 Hermann und Lilly Schilling‐Professur des Deutschen Stifterverbands
  • 1989 Ruf auf den Lehrstuhl für Physiologische Chemie Universität Münster
  • 1988 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Freiburg
  • 1986‐1989 Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie
  • 1984 Habilitation für das Fach Innere Medizin
  • 1977 Approbation als Arzt
  • 1976‐1977 Ärztliche Tätigkeit am Kreiskrankenhaus Nördlingen
  • 1977‐1978 Geschwaderarzt beim 1. U‐Boot‐Geschwader Kiel
  • 1979‐1994 Ärztliche Tätigkeit an der Medizinischen Universitätsklink Freiburg im Breisgau
  • 1976 Promotion zum Dr. med.
  • 1970‐1976 Medizinstudium an der Ludwig‐Maximilians‐Universität München

Funktionen

  • 2015‐2016 Präsident der German Association of the Study of the Liver (GASL)
  • seit 2011 Mitglied des Präsidiums der Nordrhein‐Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Vizepräsident seit 2016
  • seit 2011 Mitglied des Fakultätsrats der Medizinischen Fakultät der Heinrich‐Heine‐Universität Düsseldorf
  • seit 2010 Mitglied des Senats der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL)
  • seit 2010 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Boehringer Ingelheim‐Stiftung
  • seit 2009 Mitglied des Kuratoriums des Max‐Planck‐Instituts für Molekulare Physiologie
  • 2007‐2013 Mitglied der Senatskommission der DFG zur Förderung deutsch‐israelischer Projekte
  • 2006‐2007 Mitglied des Senats der Heinrich‐Heine‐Universität Düsseldorf
  • 2000‐2007 Mitglied im Medizinausschuss des Wissenschaftsrats
  • 1998‐2002 Dekan der Medizinischen Fakultät der Heinrich‐Heine‐Universität Düsseldorf und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Düsseldorf
  • 1997‐2000 Mitglied des Senats‐ und Bewilligungsausschusses

Projekte

  • seit 2011 Sprecher des DFG‐Sonderforschungsbereichs 974 „Kommunikation und Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration“
  • seit 2009 Sprecher der DFG‐Klinischen Forschergruppe KFO 217 „Hepatobiliärer Transport und Lebererkrankungen“
  • seit 2006 Mitglied der DFG‐Forschergruppe 728 „Antiinfektiöse Effektormechanismen“
  • seit 2005 Mitglied des BMBF‐Verbunds FUSION
  • 2003‐2009 Mitglied im EU‐Exzellenzprojekt „Virgil“
  • 2000‐2011 Sprecher des DFG‐Sonderforschungsbereichs 575 „Experimentelle Hepatologie“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2012 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 2011 Yaku Okuda Medal for Excellence in Cell Volume Regulation Research
  • 2011 Ehrenmedaille der Heinrich‐Heine‐Universität Düsseldorf
  • 2008 ISHEN Award Padua
  • seit 2004 Mitglied der Nordrhein‐Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
  • 2003 Verdienstmedaille der Heinrich‐Heine‐Universität Düsseldorf
  • seit 2002 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2002 Dr. Robert Pfleger‐Forschungspreis
  • 2001 Geza Hetenyi‐Medaille
  • seit 2001 Ehrenmitglied der Ungarischen Gesellschaft für Gastroenterologie
  • 1998 Kone Award der Association of Clinical Biochemists, Glasgow
  • 1995 Ehrenpreis des Deutschen Druidenordens
  • 1994 NUTRIM Preis
  • 1991 Gottfried‐Wilhelm‐Leibniz‐Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1990 Medaille der Okayama University Medical School
  • 1989 Thannhauser‐Preis der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs‐ und Stoffwechselkrankheiten
  • 1984 Friedrich Wewalka‐Preis
  • 1985‐1990 Heisenberg‐Stipendiat der DFG

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