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Prof. Dr.

Klaus Fiedler

Wahljahr: 2002
Sektion: Psychologie und Kognitionswissenschaften
Stadt: Heidelberg
Land: Deutschland
CV Klaus Fiedler - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Sprache und Kognition, soziale Kognition, psychische und soziale Einflüsse auf Informationsverarbeitung, Validität von Lügendetektoren, Diskriminationslernen

Klaus Fiedler ist ein deutscher Psychologe und Professor für Sozialpsychologie an der Universität Heidelberg. Mit seinem kognitiv-ökologischen Ansatz der Entscheidungsforschung versucht Fiedler Antworten auf drängende Fragen der modernen Informationsgesellschaft zu finden, die gekennzeichnet ist durch ein Überangebot an Informationen.

Fiedler gelang es, zahlreiche Fragen zur Anpassung zwischen Mensch und Umwelt zu beantworten. Dazu zählt die Frage, unter welchen Bedingungen mehr Informationen tatsächlich auch zu besseren, rationalen Entscheidungen führen und unter welchen Bedingungen intuitives Handeln und Entscheiden aufgrund von wenig Information rational und effektiv sein kann.

Wie sich soziale Urteile bilden, erforschte Fiedler bereits im Rahmen seiner Dissertation. In seiner weiteren wissenschaftlichen Karriere untersuchte er, wie Sprache und soziale Wahrnehmung zusammenhängen und wie soziale Informationen verarbeitet werden. Er wies nach, wie aus sprachlichen Merkmalen die Ziele, Absichten und Einstellungen der jeweils Sprechenden erschlossen werden können - ein Forschungsgegenstand, der unter anderem wegen der Möglichkeit, Lügen anhand sprachlicher Merkmale aufzudecken, von großer Bedeutung ist.

Seine grundlagen- wie auch anwendungsorientierten Arbeiten zu zeitgemäßen und prominenten Themen führen die aktuelle Forschung in den Bereichen der Kognitions- und Sozialpsychologie, aber auch in Medizin, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zusammen und machen neue Erkenntnisse auch für Nachbardisziplinen nutzbar.

Werdegang

  • 2004-2005 Theodor-Heuss-Professor an der New School for Social Sciences in New York, USA
  • seit 1992 Professor für Sozialpsychologie an der Universität Heidelberg
  • 1990-1992 Professor für Sozialpsychologie und Mikrosoziologie in Mannheim
  • 1987-1990 Professor für kognitive und sozialkognitive Psychologie, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1984 Habilitation
  • 1982-1987 Assistenzprofessor an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1980-1982 Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1979 Promotion
  • 1978-1980 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Psychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1975-1978 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1975 Diplom in Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen
  • 1970-1975 Studium der Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Funktionen

  • 2011-2015 Dekan der Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften der Universität Heidelberg

Projekte

  • seit 2014 DFG-Projekt „Metakognitive Kurzsichtigkeit überwinden“
  • 2009-2016 DFG-Projekt „Information environment and cognitive decision processes“
  • 2006-2013 DFG-Projekt „Grammatik des Priming“
  • 2006-2008 DFG-Projekt „Pseudokontingenzen - Die Rolle einer langen unentdeckten kognitiven Illusion bei ökonomischen Entscheidungen“
  • 2003-2005 DFG-Projekt „Intuitive und reflexive Nutzung von Handlungswissen in Entscheidungen“
  • 2001-2008 DFG-Projekt „Soziale Metakognition: Überwachung und Kontrolle selektiv entstandener Information“
  • 2001-2002 DFG-Projekt „Valenz: Informationsverarbeitung von Positivität und Negativität“
  • 1997-2002 DFG-Projekt „Handlungswissen, emotionale Zustände und Entscheidungsverhalten“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2009 Koselleck-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • seit 2003 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • seit 2002 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2000 Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2000 Deutscher Psychologie-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
  • 1979 Dissertationspreis der Justus-Liebig-Universität Gießen

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