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Prof. Dr.

Helmuth Trischler

Wahljahr: 2018
Sektion: Wissenschafts- und Medizingeschichte
Stadt: München
Land: Deutschland
CV Helmuth Trischler - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Wissenschafts-, Technik- und Innovationskulturen im internationalen Vergleich; Europa als Wissensgesellschaft; Verkehrsgeschichte und Umweltgeschichte

Helmuth Trischler ist Historiker. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte der Luft- und Raumfahrtforschung, Europa als Wissensgesellschaft sowie Forschungssysteme und Innovationskulturen im internationalen Vergleich. Er hat viel beachtete Ausstellungen realisiert, wie zum Beispiel die weltweit erste große Ausstellung zum Thema Anthropozän.

Als Leiter des Forschungsbereichs des Deutschen Museums in München hat Helmuth Trischler Ausstellungen initiiert und konzipiert, die sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsfragen beziehen. Die Sonderausstellung zum Anthropozän ging der Frage nach, wie sehr der Mensch die Erde bereits verändert hat und wie das Verhalten jedes Einzelnen dazu beiträgt. Zu seinem Arbeitsbereich gehören aber auch der Aufbau von Datenbanken, die Digitalisierung von Objekten und Archivbeständen sowie die Konservierung und Restaurierung von Exponaten.

In Studien erforscht Helmuth Trischler die Wechselwirkung zwischen Naturwissenschaft, Technik und Gesellschaft. Das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Faktor dafür, ob und in welcher Ausprägung man von Wissensgesellschaften sprechen kann. Helmuth Trischler hat dieses Verhältnis für die Naturwissenschaften in der deutschen Geschichte untersucht. Er hat Formen der Präsentation und Rezeption von Wissenschaft seit dem Kaiserreich analysiert.

Zusammen mit Christof Mauch, Professor für amerikanische Geschichte, hat er 2009 das Rachel-Carson-Center für Umweltforschung gegründet - ein Internationales Kolleg für geisteswissenschaftliche Umweltforschung. Im Fokus stehen Themen wie Naturkatastrophen, Landschaften im Wandel, Ökologischer Imperialismus, Umweltethik sowie Wissensformen in der Umweltforschung. Helmuth Trischler hat über 30 Monographien und Sammelbände veröffentlicht sowie über 140 Artikel.

Werdegang

  • seit 2009 Direktor des Rachel Carson Center for Environment and Society (RCC), Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München (gemeinsam mit Prof. Dr. Christof Mauch)
  • seit 1998 Professor für Neuere und Neueste Geschichte sowie Technikgeschichte, LMU München
  • seit 1993 Leiter des Bereichs Forschung des Deutschen Museums, München
  • 1991-1992 Kurator der Abteilung Luft- und Raumfahrt des Deutschen Museums, verantwortlich für den Aufbau des Zweigmuseums „Flugwerft Schleißheim“
  • 1991 Habilitation, LMU München
  • 1990 Projektleitung, Zweigmuseum Bonn des Deutschen Museums
  • 1986-1989 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuere Geschichte der LMU München
  • 1986 Promotion, LMU München
  • 1984 Magister Artium mit Auszeichnung
  • 1979-1984 Studium der Neueren Geschichte, Mittelalterlichen Geschichte und Neueren Deutschen Literatur, LMU München

Funktionen

  • seit 2017 stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, der Medizin und der Technik (GWMT)
  • seit 2014 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Herder-Instituts, Marburg
  • seit 2013 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Bremerhaven
  • 2012-2015 Vorsitzender des Dibner Award Committee, Society for the History of Technology
  • 2010-2016 Wissenschaftlicher Beirat zur Geschichte der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
  • 2008-2016 Mitglied des Fachkollegiums 102 Geschichtswissenschaften der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2007-2018 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Technoseums, Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim
  • 2007-2014 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung
  • 2006-2012 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
  • seit 2005 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur
  • 2004-2010 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Forschungsverbunds „Gemeinsames Erinnern“ der BMW-Group und der MTU
  • 2002-2008 Ko-Koordinator des Forschungsverbunds „Geschichte der DFG 1920 bis 1970“
  • 2001-2006 Sprecher der DFG-Forschergruppe 393 „Wechselbeziehungen zwischen Wissenschaft und Technik. Formen der Wahrnehmung und Wirkung im 20. Jahrhundert“
  • 1995-2004 Geschäftsführer der Gesellschaft für Technikgeschichte
  • Mitglied der Editorial Boards der Zeitschriften „History and Technology“, „Notes and Records“, „Science Museum Group Journal“, „Vulcan“
  • Mit-Herausgeber der Schriftenreihen „Abhandlungen und Berichte des Deutschen Museums“, „Routledge Environmental Humanities“ „Historische Verkehrsforschung“, „RCC Perspectives“ „The Environment in History: International Perspectives“, „Umwelt und Gesellschaft“, „Geschichte der technischen Kultur“, „Global Environment“

Projekte

  • 2018-2021 DFG-Projekt „Issues with Europe, Eine Netzwerkanalyse der deutschsprachigen Alpenschutzbewegung (1975 - 2005)“
  • 2018-2021 DFG-Projekt „Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen: Korporatismus in der bundesdeutschen Forschung zwischen Kooperation und Konkurrenz“, Teilprojekt zu „FOR 2553: Kooperation und Konkurrenz in der Wissenschaft“
  • 2017-2021 DFG-Projekt „Evidenzpraktiken an der Schnittlinie von Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Öffentlichkeit: Die Debatte um das Anthropozän“, Teilprojekt zu „FOR 2448: Evidenzpraktiken in Wissenschaft, Medizin, Technik und Gesellschaft“
  • 2017-2020 „Museum4punkt0” gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • 2017-2019 Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) „KultSam”
  • 2016-2021 DFG-Projekt „How They Played”
  • 2016-2021 DFG-Projekt „Die Geburt des Geoengineerings. Großbauprojekte in der Frühphase des Anthropozäns (1850-1950)“
  • 2016-2019 DFG-Projekt „Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaften“
  • 2015-2021 BMBF, Käte Hamburger Kolleg „Rachel Carson Center for Environment and Society“
  • 2015-2018 EU-Projekt „History of European Nuclear Science and Technology"
  • 2015-2019 EU-Projekt „European Environmental History for a Concerned €ope“
  • 2014-2016 Deutsche Bundesstiftung Umwelt „Anthropozän. Natur und Technik im Menschenzeitalter“
  • 2013-2016 DFG-Projekt „Jenseits der Funktionalität. Öffentlichkeit und technische Faszination in Deutschland zwischen 1890 und 1914“
  • 2012-2015 DFG-Projekt „Ludwig Prandtl - Wissenschaftler, Forschungsmanager und Politikberater“
  • 2009-2015 BMBF, Käte Hamburger Kolleg „Rachel Carson Center for Environment and Society“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2018 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2017 Distinguished International Researcher, Anhui University, Hefei , China
  • 2015 Publikationspreis des Deutschen Museums
  • 2014 Chris Freeman Award, European Association for the Study of Science and Technology
  • 2011 Fellow in Residence, Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences, Wassenaar, Niederlande
  • 1999 Visiting Fellow, St. Anthony’s College, University of Oxford, UK
  • 1998 Visiting Fellow, Smithsonian Institution, Washington D.C., USA
  • 1991 International Scholar, Society for the History of Technology (SHOT)

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