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Prof. Dr.

Gerd Jürgens

Wahljahr: 2001
Sektion: Organismische und Evolutionäre Biologie
Stadt: Tübingen
Land: Deutschland
CV Gerd Jürgens - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Pflanzenentwicklung, Steuerungsmechanismen bei der Entwicklung von Pflanzen

Gerd Jürgens ist ein deutscher Pflanzenbiologe im Bereich Pflanzenentwicklung. Er ist ein Spezialist für die Steuerungsmechanismen bei der Entwicklung von Pflanzen.

In den 80er Jahren arbeitete Jürgens zunächst an Tieren. Er forschte mit der späteren Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard und Eric Wieschau am Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg. Dabei ging es um die Genforschung an der Fruchtfliege Drosophila Melanogaster. Mit 37 Jahren wandte sich Gerd Jürgens dann der Pflanzenforschung zu und wurde ein Spezialist für die Steuerungsmechanismen bei der Entwicklung von Pflanzen.

Als einer der ersten Wissenschaftler beschäftigte er sich mit der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana. Sie wurde mit ihrem kleinen Genom eine Modellpflanze der Forschung. Gerd Jürgens erkannte als einer der ersten, dass die unscheinbare Pflanze hervorragend geeignet ist, um grundlegende biologische Prozesse zu erforschen. Er baute die damals noch kaum entwickelte Forschungsarbeit dazu auf.

Bald gelang es ihm, mittels chemischer Mutagenese die ersten phänotypisch veränderten Pflanzen zu züchten. Bis dahin hatte ein brauchbares Konzept gefehlt, mit dem sich Gene für die frühe Entwicklung von Pflanzen identifizieren ließen. Gerd Jürgens entwickelte erstmals eine Genanalyse, mit deren Hilfe Defekte im frühen Embryonalstadium entdeckt werden können. Lange Zeit galt er als der weltweit meistzitierte Pflanzen-Entwicklungsbiologe.

Bis 2010 war Gerd Jürgens zugleich Direktor der Abteilung Zellbiologie am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie und Leiter des Zentrums für Molekulare Biologie der Pflanzen an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Seine Abteilung beschäftigte sich mit der Zellbiologie und erforschte, wie Zellen während der Entwicklung interagieren, um einen Organismus zu bilden. Dieses neue, komplexe Thema ergänzte die eher zellbiologisch orientierte Forschung seiner universitären Arbeitsgruppe am Zentrum für die Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP), das er 1999 mitbegründet hatte.

Werdegang

  • 2008-2010 Direktor am Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP) und Direktor, Abteilung Zellbiologie am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen
  • 1999 Mitgründer des Zentrums für Molekularbiologie der Pflanzen (ZMBP), Tübingen
  • 1994-2010 Professor, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • 1989-1994 Professor, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1977 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Europäisches Labor für Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg Humboldt-Universität zu Berlin
  • 1968-1977 Studium der Biologie, Georg-August-Universität Göttingen, Freie Universität Berlin und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Promotion an Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Projekte

  • 2014-2018 DFG-Projekt „Europäisches Pflanzenembryologie-Konsortium“
  • 2007 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs „SFB 446: Mechanismen des Zellverhaltens bei Eukaryoten“
  • 1995 DFG-Projekt „Inverses konfokales Laser-Scanning Mikroskop“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 1995 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2001 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

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