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Prof. Dr.

Heiko Braak

Wahljahr: 2009
Sektion: Anatomie und Anthropologie
Stadt: Ulm
Land: Deutschland
CV Heiko Braak - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Neuroanatomie, Neurodegenerative Erkrankungen, Alzheimer, Parkinson

Heiko Braak ist ein deutscher Mediziner. Er erforscht die Architektonik und Pathoarchitektonik des menschlichen Nervensystems. Vor allem interessieren ihn pathologische Veränderungen des Nervensystems bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer. Ziel seiner Arbeit ist die systematische Erfassung des Verteilungsmusters der Schäden, die im Verlauf von neurodegenerativen Erkrankungen eintreten.

Unter anderem definierte er die weltweit verwendeten „Braak-Stadien“, mit denen sich der Krankheitsverlauf anhand typischer Gehirnveränderungen einteilen lässt. Darüber hinaus konnte er zeigen, dass die charakteristischen Protein-Ablagerungen bei der Parkinson-Krankheit zuerst in Nervenzellen des Riechkolbens und des Magen-Darm-Trakts auftreten und sich erst während des Verlaufs der Krankheit im Gehirn ausbreiten.

Werdegang

  • seit 2012 Seniorprofessor am Zentrum für klinische Forschung der Universität Ulm
  • 2009-2011 Gastprofessor am Zentrum für klinische Forschung der Universität Ulm
  • seit 2002 Professor emeritus am Institut für Klinische Neuroanatomie der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main
  • 1984 Forschungsaufenthalt an der Johns Hopkins University in Baltimore, USA
  • 1980-2002 Professor für Anatomie an der Universität Frankfurt (Zentrum der Morphologie, Dr. Senckenbergische Antomie)
  • 1978 Forschungsaufenthalt an der Harvard University in Boston, USA
  • 1975-1980 Professor für Anatomie an der Universität Kiel
  • 1974 Apl. Professor für Anatomie an der Universität Kiel
  • 1970 Habilitation für das Fach Anatomie an der Medizinischen Fakultät der Universität Kiel
  • 1970 Ernennung zum Dozenten für Anatomie an der Universität Kiel
  • 1965-1970 Wissenschaftlicher Assistent am Anatomischen Institut der Universität Kiel
  • 1965 Bestallung als Arzt
  • 1964 Promotion zum Dr. med. in Kiel
  • 1963-1965 Medizinalassistent an verschiedenen Krankenhäusern in Kiel, Oberhausen, Stuttgart und Gevelsberg
  • 1963 Staatsexamen in Medizin in Kiel
  • 1957-1963 Studium der Humanmedizin an den Universitäten in Hamburg, Berlin und Kiel

Auszeichnungen

  • 2018 Großes Bundesverdienstkreuz
  • 2014 Robert A. Pritzker Prize der Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research
  • 2014 Unter den „world’s most influential scientific minds 2014“ von Thomson Reuters
  • 1998 Preis des 6. Internationalen Alzheimer Kongresses für bahnbrechende Beiträge zur Erforschung des Morbus Alzheimer, Amsterdam
  • 1965 Preis der Medizinischen Fakultät der Universität Kiel

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