Leopoldina Menü

Leopoldina Home

Mitglieder

Mitgliederverzeichnis | Expertensuche

Suchen Sie unter den Mitgliedern der Leopoldina nach Expertinnen und Experten zu Fachgebieten oder Forschungsthemen.

Neue Suche

Prof. Dr.

Josef Penninger

Wahljahr: 2004
Sektion: Mikrobiologie und Immunologie
Stadt: Wien
Land: Österreich
CV Josef Penninger - Deutsch (PDF)
CV Josef Penninger - English (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Genetische Ursachen für Erkrankungen, Rankl-Protein, Herz- und Lungenkrankheiten, Krebs, Knochenerkrankungen, Osteoporose, Entwicklung von Medikamenten

Josef Penninger erforscht genetische Ursachen für Krankheiten. Er hat beispielsweise ein Protein entdeckt, das bei Osteoporose und Brustkrebs eine wesentliche Rolle spielt. Auf Grundlage seiner Forschungsergebnisse wurden neue Medikamente entwickelt.

Josef Penninger manipuliert Gene in Mäusen und erforscht die Auswirkungen dieser Mutationen auf die Entwicklung des Organismus und die Entstehung von Krankheiten. Im Fokus stehen Herz- und Lungenkrankheiten, Krebs und Knochenerkrankungen. Er hat gezeigt, dass Osteoporose genetisch veranlagt ist. Während seiner Zeit am Amgen-Institut hat er das Protein „Rankl“ entdeckt, das für den Abbau von Knochen (Osteoporose) verantwortlich ist. Bei gesunden Knochen gibt es eine Balance zwischen Zellen, die Knochen aufbauen, und Zellen, die Knochen abbauen. „Rankl“ wandelt Blutstammzellen in Knochenfresszellen um. Auf dieser Grundlage wurde ein Medikament entwickelt, das das „Rankl“-Protein blockiert. Krankheiten, bei denen zu viel Knochenmaterial gefressen wird, werden gelindert.

Mit seinem Team fand Josef Penninger heraus, dass „Rankl“ auch bei genetisch bedingtem Brustkrebs eine wesentliche Rolle für das Ausbrechen der Krankheit spielt. Blockiert ein Medikament das Protein, kann das Ausbrechen verzögert oder gar ganz verhindert werden. Penninger will die Entstehung von Brustkrebs entschlüsseln und die Krankheit mit genetischen Mitteln bekämpfen. Eine von ihm gegründete Firma setzt Forschungsergebnisse in Medizinprodukte um und hat auch ein Arzneimittel gegen Tumore bei Kindern (Neuroblastom) entwickelt.

Zur Homepage von Josef Penninger

Werdegang

  • seit 2018 Direktor am Life Science Institute, University of British Columbia, Vancouver, Kanada
  • seit 2004 Honorarprofessor für Genetik, Universität Wien, Österreich
  • seit 2004 Honorarprofessor, Peking Union Medical College, Chinese Academy of Medical Sciences, China
  • seit 2004 Adjunct Full Professor, Abteilung für Immunologie, University of Toronto, Kanada
  • seit 2002 Wissenschaftlicher Direktor, Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA), Wien, Österreich
  • 2002-2003 Full Professor, Abteilungen für Immunologie und medizinische Biophysik, University of Toronto, Kanada
  • 1999-2002 Associate Professor, Abteilungen für Immunologie und medizinische Biophysik, University of Toronto, Kanada
  • 1998-2003 Vollmitglied der School of Graduate Studies, University of Toronto, Kanada
  • seit 1998 Dozent, Institut für Allgemeine und Experimentelle Pathologie, Universität             Innsbruck, Österreich
  • 1994-1999 Assistenzprofessor, Abteilungen für Immunologie und medizinische Biophysik, University of Toronto, Kanada
  • 1994-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ontario Cancer Institute, Abteilung für molekulare und zellulare Biologie, Princess Margaret Hospital, Toronto, Kanada
  • 1994-2002 Forschungsleiter, Amgen Research Institute, Toronto, Kanada
  • 1990-1994 Postdoc, Ontario Cancer Institute, Princess Margaret Hospital, Toronto, Kanada
  • 1990 Promotion zum Dr. med. mit wissenschaftlicher Arbeit am Institut für Allgemeine und Experimentelle Pathologie, Universität Innsbruck, Österreich
  • 1986-1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine und Experimentelle Pathologie, Universität Innsbruck, Österreich
  • 1982-1988 Medizinstudium, Universität Innsbruck, Österreich

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2018 Canada 150 Award
  • 2017 CEE Innovator Award
  • 2015 Mitglied der European Academy of Sciences and Arts
  • 2015 Mitglied der „400 most influential Thought Leaders in the world“ (Platz 11 in deutschsprachigen Ländern; http://www.thoughtleaders.world/en/).
  • 2014 Preis der Stadt Wien für Medizinische Wissenschaften
  • 2014 Wittgenstein-Preis
  • 2013 ERC Advanced Grant
  • 2012 Innovator Award des US-Verteidigungsministeriums
  • seit 2011 Fellow der American Association for the Advancement of Science (AAAS)
  • 2008 Karl Landsteiner-Preis
  • 2007 Carus-Medaille der Leopoldina
  • 2007 Ernst Jung-Preis für Medizin
  • 2007 Descartes-Preis
  • seit 2007 Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • 2005 Benennung des Asteroiden (48801) Penninger
  • 2005 Ernennung zum Young Global Leader durch das World Economic Forum
  • seit 2004 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2004 Mitglied New York Academy of Sciences
  • 2004 Ehrung als Österreicher des Jahres in der Kategorie „Wissenschaft“ der Tageszeitung „Die Presse“ („Austria04“)
  • 2003 Österreichs Wissenschaftler des Jahres
  • 2003 Internationaler Wissenschaftspreis für Knochenforschung
  • 2003 Landeskulturpreis für Wissenschaft, Land Oberösterreich
  • 2002 Auszeichnung als einer der 10 weltweit vielversprechendsten Wissenschaftler vom Esquire Magazine
  • 2002 Young Canadian Explorer Award, Canadian Institute of Advanced Research
  • 2001 Auszeichnung als einer der „Top 40 under 40“ in Kanada
  • 2001 Aufnahme in die „Top 10“ der weltweit meistzitierten Wissenschaftler 1999/2000
  • 2001 Kanadischer Forschungsstuhl für Zellbiologie
  • 2000 Aufnahme in die „Top 10“ der weltweit meistzitierten Wissenschaftler 1998/1999
  • 2000 Young Leader in Medicine in Canada, Zeitung „Globe and Mail“
  • 2000 Aufnahme in die Celebration of Canadian Healthcare Research führender historischer und zeitgenössischer medizinischer Wissenschaftler in Kanada
  • 1999 William E. Rawls Prize, National Cancer Institute of Canada
  • 1994 Talenteförderprämie für Wissenschaft und Kultur des Landes Oberösterreich
  • 1993 Austrotransplant-Biotest-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Transplantation,         Transfusion und Genetik
  • 1991 Anton von Eiselsberg-Preis
  • 1990-1992 Erwin Schrödinger-Stipendium des Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung
  • 1990 Highest Talented, Auszeichnung des Rotary Club Innsbruck
  • 1988 Stipendium der Europäischen Vereinigung für Immunologische Wissenschaften
  • 1987 Außerordentliches Stipendium des Österreichischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur

KONTAKT

Leopoldina

Archiv


Emil-Abderhalden-Str. 35
06108 Halle (Saale)

Tel. 0345 - 47 239 - 120
Fax 0345 - 47 239 - 139
E-Mail archiv @leopoldina.org