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Prof. Dr.

Klaus Mezger

Wahljahr: 2010
Sektion: Geowissenschaften
Stadt: Bern
Land: Schweiz
CV Klaus Mezger - Englisch (PDF)
CV Klaus Mezger - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Geochemie, Geochronologie, Isotopengeochemie, Analyse von Spurenelementen, Altersbestimmung von Gesteinen, geologische und kosmologische Entstehungsprozesse

Klaus Mezger ist Geologe mit dem Fachgebiet Geochemie/Geochronologie. Er hat Methoden entwickelt (Isotopengeochemie), mit denen sich das Alter von Gesteinen sehr genau bestimmen lässt. Damit können Entstehungsprozesse von Himmelskörpern und geologische Prozesse auf der Erde entschlüsselt und dokumentiert werden.

Die Methoden von Klaus Mezger zählen weltweit zu denen mit der höchsten Präzision. Mit ihnen lässt sich das Alter von Gesteinen so genau bestimmen wie nie zuvor. Durch die Verfeinerung der analytischen Methoden ist es ihm und seinem Team gelungen, an kleinsten Probenmengen wichtige Schlüsselereignisse in der Erdgeschichte und der Entstehung von Himmelskörpern zu bestimmen.

Mezger setzt dafür Isotopengeochemie ein. Hochpräzise Messungen von Isotopenverhältnissen in Proben aus Meteoriten, Mondgestein und terrestrischen Materialien kombiniert er mit der Analyse von Spurenelementkonzentrationen.

Klaus Mezger konnte erstmals zeigen, wie lange die Bildung der metallischen Planetenkerne brauchte - die des Mars 13 Millionen Jahre, die der Erde 40 Millionen Jahre. Außerdem gelang es ihm, die chronologische Entstehung von Erde, Mond, Mars quantitativ zu dokumentieren.

Langlebige radioaktive Isotope spielen auch eine wichtige Rolle, um geologische Ereignisse auf der Erde zu erfassen. Mithilfe unterschiedlicher Zerfallssysteme (U-Pb, Sm-Nd, Lu-Hf, Rb-Sr) können geologische Ereignisse und Prozesse datiert werden. Davon können dann zeitliche Entwicklungen geologischer Einheiten abgeleitet werden, wie zum Beispiel die Entstehung von Magmenkörpern, Sedimentabfolgen, Gebirgsgürteln. Durch die Methoden ist es auch möglich, die Genese von Schmelzen in der Erde zu bestimmen. Außerdem kann damit die Differentiation des Erdkörpers über die ganze Erdgeschichte rekonstruiert werden.

Neben den radiogenen Isotopen spielen die natürlichen Variationen von stabilen Isotopenverhältnissen (B, Cd, Rb, Ta) bei der Erforschung geologischer und kosmologischer Prozesse eine immer bedeutendere Rolle. Um solche geringen, aber signifikanten Variationen genau messen zu können, entwickelt Klaus Mezger mit seinem Team weitere neue Methoden. Für die Entwicklung dieser präzisen Analyse- und Datierungsmethoden erhielt er 2006 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Werdegang

  • seit 2009 Professor für Geochemie, Leiter der Arbeitsgruppe für Isotopen-Geologie, Universität Bern, Schweiz
  • 1997-2009 Professor für Geochemie und Leiter des Zentrallabors für Geochronologie, Universität Münster
  • 1995 Habilitation, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 1991-1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
  • 1989-1991 Postdoctoral Fellow, University of Michigan, Ann Arbor, USA
  • 1989 Promotion, State University of New York at Stony Brook, USA
  • 1985-1989 Research Assistant, State University of New York at Stony Brook, USA
  • 1984-1985 Teaching Assistant, State University of New York at Stony Brook, USA
  • 1984 Diplom, Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg
  • 1981-1982 Visiting Graduate Student, State University of New York at Albany, USA
  • Studium der Mineralogie und Geologie, JMU Würzburg

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2016 Urey Award der European Association of Geochemistry
  • seit 2015 Mitglied der Academia Europaea
  • seit 2010 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2009 Korrespondierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften
  • 2006 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2004 Mitglied der Akademie der Wissenschaften Nordrhein-Westfalen
  • 1992 Heinz Maier-Leibnitz-Preis, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1986 Graduate Student Fellowship, State University of New York at Stony Brook, USA
  • 1985 Outstanding Teaching Assistant Award, State University of New York at Stony Brook, USA
  • 1981-1982 Austauschstipendium der JMU Würzburg
  • 1980 IAESTE-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Universität Bergen, Norwegen

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